Performance-Kunst macht Spaß Kinder und Erwachsene machen Ketchup-Sojasaucen-Schlacht

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Spaß und Action erlebten Kinder und Erwachsene bei der Performance „Ketchup-Sojasaucen-Schlacht“ an der Kunsthalle. Foto: Jörn MartensSpaß und Action erlebten Kinder und Erwachsene bei der Performance „Ketchup-Sojasaucen-Schlacht“ an der Kunsthalle. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Dass Kunst Spaß macht, erlebten einige Kinder und Erwachsene am Freitag, als sie eine Performance hinter Kunsthalle veranstalteten: Sie bespritzten sich mit Ketchup und Sojasauce und malten so auf weiße Overalls Bilder, wie es der Maler Jackson Pollock gemacht hat.

„Performance-Kunst ist unvorhersehbar“, sagte Christel Schulte. Sie ist Kuratorin für Publikumsteilhabe und Lernen in der Kunsthalle. Eine Performance ist eine Form der Kunst, bei der die Künstler meistens selbst in Aktion treten und etwas machen. Die Idee dahinter ist, dass Kunst zum Mitmachen anregen soll, erklärte Christel Schulte.

Die Idee für die Ketchup-Sojasaucen-Schlacht hatte die Künstlergruppe „Mad for Real“. Sie ist Teil des Spiels „Playing up“, mit dem die Künstlerin Sibylle Peters Familien die Performance-Kunst nahe bringen will. Dementsprechend waren Kinder und Erwachsene an der Ferienpass-Aktion der Kunsthalle beteiligt. Es kamen aber nur insgesamt drei Kinder, obwohl zehn angemeldet waren. Das Ferienpass-Büro bittet darum, angemeldete Kinder abzumelden, wenn sie nicht zu den gebuchten Veranstaltungen gehen. Sonst blockieren sie die frei gewordenen Plätze.

Die Kinder, die gekommen waren, erfuhren erst von Christel Schulte und der Künstlerin Manila Bartnik etwas über Performance-Kunst. Dann gaben sie sich Künstlernamen, gingen nach draußen und zogen sich weiße Overalls über ihre Kleidung. Als Manila Bartnik das Kommando gab, ging es los. Alle bespritzten sich mit Ketchup und Sojasauce. Der Maler Jackson Pollock hat so ähnlich seine Bilder angefertigt. Er spritzte Farbe auf eine Leinwand. Das wurde „Action Painting“ genannt. Die Kinder sahen hinterher auch ein wenig so aus wie ein Bild von Pollock. Und sie kreierten sogar riechende Kunst – mit Ketchup- und Sojasaucen-Duft.

„Das hat Spaß gemacht“, meinte Vincent (10) anschließend. Er würde das auch gerne zu Hause machen. „Aber das erlaubt Mama nicht“, sagte er und seine Mutter Barbara nickte. Dabei hatte ihr Blick etwas Bedauerndes, denn sie hatte auch Spaß an der Performance. „Es war eine Erfahrung“, meinte sie.

Die Kinder hatten noch eine spontane Idee für eine andere Performance: Eine Wasserschlacht. Die schlugen sie am Brunnen am Rißmüllerplatz, wo sie sich eigentlich die Sauce abwaschen sollten. Paul (11) hat diese Performance sogar fast besser gefallen: „Da wird man nicht so zugesifft.“

Am Mittwoch und Donnerstag in der nächsten Woche gibt es wieder Performances aus dem „Playing Up“-Spiel von Sibylle Peters. Dann errichten Kinder einen „Haarsalon in der Großen Straße“.


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