„Druschba Global“ auf Reisen Osnabrücker reisen „für Frieden und Freundschaft“ nach Russland

Von Mona Alker

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Osnabrück Der Verein „Druschba Global“ reiste im Juni für zwölf Tage nach Russland, um sich für Frieden und Völkerverständigung einzusetzen. Vier Osnabrücker waren dabei.

Rund 100 Teilnehmer aus fünf Nationen versammelten sich Anfang Juni in Berlin, um gemeinsam die „Freundschaftsfahrt“ in Richtung Moskau anzutreten. Darunter sind auch vier Osnabrücker: Zwei Studenten, Hobbyfotograf Hannes Henkelmann und Joachim Rein. „Mit der Freundschaftsfahrt wollen wir erreichen, dass sich die Leute ohne Vorurteile begegnen“, sagte Henkelmann, der schon 2016 und 2017 mit „Druschba Global“ nach Russland gereist war. Bereits der Name des Vereins zeigt das Ziel der Reisen auf: „Druschba“ ist das russische Wort für Freundschaft. „Die Leute sollen sich gegenseitig kennenlernen und austauschen“, so Henkelmann.

In Russland entschieden sich die Osnabrücker für die „Wolga-Route“ und besichtigten neben Moskau auch Kostroma, Jaroslawl und Sergijew Possad. Die Kosten wurden dabei von jedem Teilnehmer selbst übernommen.

Joachim Rein zeigte sich besonders von der Architektur des Obelisken beeindruckt, der vor dem „Zentralmuseum des Großen Vaterländischen Krieges“ in Moskau zu finden ist. Mit 141,8 Metern erinnert der Obelisk an 1418 Kriegstage zwischen 1941 und 1945. Neben weiteren Sehenswürdigkeiten wie der Schwebebrücke, dem Kreml, dem Roten Platz und dem Dreifaltigkeitskloster besuchten die Teilnehmer auch ein deutsch-russisches Musikfestival und die Fußball-Fanmeile vor der Lomonossow-Universität.

„Die Stimmung während des Eröffnungsspiels war sensationell“, berichtete Henkelmann. Als Russland dann noch 5:0 gewonnen habe, sei die Party endgültig in vollem Gange gewesen. „Es hat unheimlich viel Spaß gemacht, alle haben zusammen gefeiert. Brasilianer haben mit Russen Samba getanzt und Menschen aus Marokko und Uruguay ihre Fanhüte getauscht“, schilderte Henkelmann. Er sprach von fantasievollen, friedlichen und freundschaftlichen Begegnungen – nicht nur auf der Fanmeile, sondern während der gesamten Russland-Reise.

Diese Sicht teilte auch Joachim Rein. „Ich habe die Menschen dort als sehr herzlich und gastfreundlich erlebt“, erklärte er. Es ärgere ihn, dass die Berichterstattung über Russland in den Medien teilweise ein Feindbild schaffe. Deswegen mache sich der mit der Freundschaftsfahrt für eine objektive Betrachtung Russlands stark.


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