Friedensradler auf guter Mission Osnabrücker Radsportler radelt 300 Kilometer für guten Zweck

Von Lena Fischer

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Friedensradler Roland Plogmann und Torsten Albers auf dem Denkmal des Vätternrundan in Motala vor ihrer Tour Foto: Roland Plogmann.Friedensradler Roland Plogmann und Torsten Albers auf dem Denkmal des Vätternrundan in Motala vor ihrer Tour Foto: Roland Plogmann.

lf Osnabrück. Das war ein sportlicher Kraftakt: Zwei ambitionierte Sportler aus Osnabrück und Münster sind für den guten Zweck 300 Kilometer um den Vätternsee in Schweden geradelt. Sie haben zum ersten Mal am „Vätternrundan“ teilgenommen.

Über 20.000 Teilnehmer haben an der weltweit größten Radsportveranstaltung teilgenommen. Innerhalb von 24 Stunden mussten die Sportler die 300 Kilometer-Strecke bewältigt haben. Gestartet wurde um 21 Uhr. Im Zwei-Minuten-Takt machten sich jeweils 70 Teilnehmer auf den Weg.

Mehr als zehn Stunden Fahrt

Zehn Stunden und 26 Minuten brauchten die beiden Radsportler Roland Plogmann und Torsten Albers, um den Vätternsee in Südschweden zu umrunden. Die Fahrt begann und endete in Motala. Gezielt vorbereitet hätten sie sich etwa fünf Monate lang mit regelmäßigem Training, schätzte Plogmann. Für die herausragende sportliche Leistung erhielten die beiden Freunde Spenden. Diese gehen an drei soziale Einrichtungen, die Fahrräder anschaffen oder reparieren.

Sponsoren unterstützen Aktion

Die regionalen Organisationen Integrationsforum Münster und Jugendzentrum Westwerk 141 Osnabrück bekommen das gespendete Geld. Als dritte Organisation erhält auch der sich in Uganda engagierende Verein Lichtstrahl Uganda einen Teil des Erlöses. Die Sponsoren bestehen sowohl aus Privatpersonen als auch aus Firmen. Die größten Sponsoren sind Brillux in Münster, die Münsteraner und Osnabrücker Sparkasse und die Binder Dental GmbH aus Georgsmarienhütte. Um erste Interessenten und Freunde als Geldgeber zu gewinnen, hatten die beiden Freunde eine Fahrradtour für Freunde und Bekannte organisiert, die anschließend mit einem gemeinsamen Grillen verbunden wurde. Dort erzählten sie das erste Mal von ihrem Vorhaben.

„Sportliche Herausforderung“

Ein Freund hatte den beiden Sportlern von dem Event erzählt. „Torsten schenkte mir dann das Ticket zum Geburtstag“, erinnerte sich Plogmann. Der gebürtige Osnabrücker studiert unter anderem Sport auf Lehramt in Berlin und unternimmt mit Albers regelmäßig internationale Fahrradtouren. Zur Vorbereitung hatte er auch an einem vom Unisport angebotenen Rennrad-Kurs teilgenommen. Albers ist Nachtwächter in seiner Heimatstadt Münster und studiert Philosophie. Plogmann und Albers beschreiben die Tour als eine sportliche Herausforderung: „Wir kommen aus dem normalen Trekking-Radsport. Wir fahren zwar regelmäßig Rad, aber so eine sportliche Leistung zu erbringen ist schon etwas anderes“. „Nach 260 Kilometern hatte ich überall Krämpfe“, so Plogmann. Vor allem die Kälte hätten sie unterschätzt. „Das Erlebnis lohnt sich aber. Es hat wirklich Spaß gemacht“.

10.000 Euro als Ziel

Die beiden haben sich zum Ziel gesetzt, mindestens 10.000 Euro Spenden zu sammeln. „Aktuell haben wir schon über 8000 Euro“, freute sich Plogmann. Noch einen Monat lang wollen Albers und Plogmann die Spendenaktion weiterlaufen lassen. Dann werde das Geld zeitnah an die Organisationen übergeben. Sicher sei aber, dass an Weihnachten 25 Fahrräder von Lichtstrahl Uganda an Bedürftige in Uganda übergeben werden, so Plogmann.


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