Stadt ändert Bebauungspläne Aldi-Markt am Wulfter Turm in Osnabrück will aufs Nachbargrundstück

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Osnabrück. Die Stadt macht den Weg frei, damit Aldi auf der ehemaligen Fläche des Gartencenters Münsterland am Wulfter Turm eine neue Filiale bauen kann. Zurzeit läuft die Bürgerbeteiligung für die Änderung des Bebauungsplans. Weitere Pläne sind ebenfalls im Verfahren.

Das Gartencenter ist schon von der Bildfläche verschwunden und die Betreiber des benachbarten Aldi-Markts stehen in den Startlöchern. Ein Neubau mit 1200 qm Verkaufsfläche soll auf dem abgeräumten Areal entstehen, zurzeit stehen dem Discounter nur 750 qm zur Verfügung. In die dann nicht mehr benötigte Immobilie des Aldi-Markts soll ein Discounter einziehen.

Der derzeit gültige Bebauungsplan (Nr. 627) lasse diese Neuordnung nicht zu, sagt Franz Schürings, der Leiter des Fachbereichs Städtebau. Ursprünglich war das Gewerbegebiet am Wulfter Turm, das zum Stadtteil Nahne gehört, als Fachmarkt-Agglomeration gedacht. Inzwischen haben sich die Gewichte aber in Richtung Nahversorgung verschoben, und auch in diesem Segment wird schon lange nicht mehr im Tante-Emma-Maßstab geplant. Immerhin hat die Stadt dem benachbarten Edeka-Markt 2800 qm Verkaufsfläche zugestanden.

Um der Entwicklung Rechnung zu tragen, hat der Fachbereich Städtebau bereits das Märkte- und Zentrenkonzept geändert, jetzt soll die Bauleitplanung folgen. In diesem Fall handelt es sich um einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan, bei dem das Projekt detailliert mit dem Investor abgestimmt wird.

Zu den Vorgaben der Stadt gehört, dass die Dachfläche für eine Fotovoltaik-Nutzung hergerichtet wird. 81 Stellplätze können auf dem Grundstück gebaut werden. Ein Fußweg soll zur neuen Wohnsiedlung nebenan, zum Grünzug an der Landwehr und zum Regenrückhaltebecken führen.

Bei der Bürgerbeteiligung geht es um die Entwurfsoffenlegung, also um eine frühe Phase des Verfahrens. Bis zum 7. August werden die Pläne veröffentlicht.

Weitere Bebauungspläne werden zurzeit vom Fachbereich Städtebau öffentlich ausgelegt:

Pommersche Straße (Nr. 63): Hier geht es um die Schaffung von Wohnraum auf vier Baugrundstücken in der zweiten Reihe an der Ellerstraße in der Dodesheide (Auslegung bis 7. August).

Hülsebrink (Nr. 138): Auf einem Grundstück, das bisher wegen einer Hochspannungsleitung nicht bebaut werden konnte, sollen maximal zwei Wohnungen entstehen können. Es handelt sich um ein beschleunigtes Verfahren (Auslegung bis zum 7. August).

Haster Friedhof (Nr. 388): Auf einer Fläche zwischen dem Ruller Weg und dem Friedhof will die Stadt den Bau von maximal sechs Wohnungen auf drei Grundstücken ermöglichen.

Bürgerbeteiligung: Die Entwürfe für die Bebauungspläne werden jeweils bis zum 7. August im Internet unter www.osnabrueck.de gezeigt und im Fachbereich Städtebau, Hasemauer 1, Osnabrück, öffentlich ausgelegt. Innerhalb dieser Frist können Stellungnahmen und Änderungsvorschläge schriftlich oder per Mail abgegeben werden. Sie gehen in das weitere Verfahren ein, werden den Planern und Politikern vorgelegt und abgewogen, bevor der Rat über die Bebauungspläne entscheidet.


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