Leerstand endet nach langer Zeit Einstiges Schinken Gerdes am Osnabrücker Markt neu verpachtet

Von Jörg Sanders

Das Geschäft Die Kiepe – Schinken Gerdes am Markt in Osnabrück (gelbes Haus rechts) steht seit vielen Monaten leer. Foto: Arne KöhlerDas Geschäft Die Kiepe – Schinken Gerdes am Markt in Osnabrück (gelbes Haus rechts) steht seit vielen Monaten leer. Foto: Arne Köhler

Osnabrück. Nach langem Leerstand zieht in das einstige Geschäft Schinken Gerdes am Markt in Osnabrück im Januar ein neuer Pächter ein. Das bestätigte Stadtsprecher Gerhard Meyering auf Anfrage unserer Redaktion. Die Räume werden derzeit kernsaniert.

Die Stadt als Eigentümerin der Immobilie am Markt 10 hatte das Ladenlokal ausgeschrieben. „Es gab mehrere Bewerber, zum Herbst haben wir neu verpachtet”, sagt Meyering. Das Konzept des neuen Pächters habe die Stadt überzeugt.

Und der ist Hans-Udo Agarius, Inhaber des gegenüberliegenden Osnabrücker Pizzahauses. Er bestätigte unserer Redaktion, dem derzeit noch leeren Ladenlokal neues Leben einhauchen zu wollen. 

Agarius habe der Stadt sein Konzept vorgelegt, um dort einen lang gehegten Traum zu verwirklichen. „Nach anderthalb Jahren habe ich nun den Zuschlag erhalten.” Ein weiteres Restaurant plane er dort aber nicht, vielmehr sei ein Bier- und Weinlokal geplant. „Das passt ja auch gut ins Ambiente”, sagt Agarius.

Das Geschäft Die Kiepe – Schinken Gerdes am Markt in Osnabrück steht seit vielen Monaten leer. Foto: Arne Köhler

Name steht schon fest

Agarius hat auch schon einen Namen für ein neues Lokal: Le Bric á Brac. Zu Deutsch: So dies und das. Mit diesem Namen hatte sich der Gastwirt 1980 bereits mit einem Lokal in der Wüste selbstständig gemacht. Damals war ein Lokal am Markt sein Traum. „Hier schließt sich der Kreis für mich”, sagt Agarius. „Ich freue mich sehr.”

Die Einrichtung soll gemütlich werden und etwa 35 Gästen „von jung bis alt” Platz bieten, sagt Agarius. Auch Außengastronomie ist geplant.

Eröffnung dauert noch

Doch all das dauert noch. Derzeit führt die Stadt im Haus Brand- und Schallschutzmaßnahmen durch, um eine entsprechende Konzession vergeben zu können. „Die Stadt macht das sehr sehr gut, und auch die Zusammenarbeit ist sehr gut”, betont Agarius.

„Die Kiepe”. Foto: Arne Köhler

Bis Dezember würden sich die Sanierungsarbeiten hinziehen, derzeit gleichen die Räume einem Rohbau. Im Januar will Agarius sein neues Lokal eröffnen.

Im August 2016 war Klaus Gerdes gestorben. Er hatte dort bis zu seinem Tod sein Geschäft Die Kiepe – Schinken Gerdes betrieben: Fleischerei, Feinkost und Platten zur Abholung.


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