Die Skate-Night ist Geschichte Ein letztes Mal auf Rollen um den Osnabrücker Wall

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Osnabrück. Mit einer letzten Osnabrücker Skate-Night hat sich der Stadtsportbund am Mittwochabend von einem traditionellen Osnabrücker Breitensport-Event verabschiedet. Ein letztes Mal fuhren Inliner und Longboarder gemeinsam um die Stadt.

Am Mittwochabend wurde eine Tradition begraben. Seit 18 Jahren veranstaltete der Stadtsportbund (SBB) die Skate-Night. Auf Rollen aller Art, vor allem mit Inlinern und Longboards, umrundeten noch einmal gut 200 Skater vom Ledenhof aus zwei Mal den Wallring. Schon vorher hatte der SBB festgelegt, dass dies die letzte Skate-Night sein würde. Zu gering war das Interesse an den Veranstaltungen zuletzt gewesen. Zur Hochzeit der Rollerblade-Welle waren bis zu 4000 Sportler zu den Fahrten gekommen.

Die Skater, die am Mittwoch am Start waren, bedauerten das Ende der Reihe. „Wir waren schon häufiger mit dabei“, berichtete etwa Familie Weiß. Für die letzte Ausgabe hatten sie sogar noch einen Freund mitgebracht. „Es ist schon sehr schade.“ Das fand auch Britta Schürkamp, die gemeinsam mit ihrer Tochter skatete. Die beiden sind seit Jahren begeisterte Inliner. Zur Feier der letzten Skate-Night hatten sie sich extra als Einhörner verkleidet.

Zumindest mit den äußeren Umständen ihrer vorerst letzten großen Ausfahrt in Osnabrück hatten die Skater Glück. Warme Temperaturen und ein wunderschöner Sommerabend ließen die Herzen der Sportler höherschlagen. Sogar das frühe Ausscheiden der deutschen Fußball-Nationalmannschaft aus der Weltmeisterschaft hatte etwas Gutes. Für den Fall einer Siegesfeier auf dem Neumarkt hätte die Tour vom Wall in andere Straßen ausweichen müssen.

Der Stadtsportbund bedauert das Aus der Veranstaltung zwar, sieht die Lage aber realistisch. Die Interessen der Breitensportler hätten sich eben gewandelt und die Rollensportarten insgesamt an Beliebtheit eingebüßt. Mit dem Aufkommen der Longboards habe sich das vor einigen Jahren zwar noch einmal etwas gebessert, aber auch dieser Trend scheine inzwischen auf ein normales Maß zurückgegangen zu sein. „Da lohnt es sich irgendwann nicht mehr, den Aufwand mit Streckenhelfern, Technischem Hilfswerk und Polizei zu betreiben“, hieß es am SBB-Stand. Zudem sei der Sportbund auch eigentlich nicht der richtige Veranstalter für solche Events. Eine Hintertür sei aber offen: Wenn sich eine private Initiative oder ein Verein bereit erklären würde, künftig als Ausrichter aufzutreten, könne man gerne mit der Erfahrung aus 18 Jahren im Rücken bei der Planung und den Anträgen helfen.


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