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26.06.2018, 17:45 Uhr KOMMENTAR

P+R bei Ikea Osnabrück: Viel Überzeugungsarbeit nötig

Kommentar von Sebastian Stricker

Welche Knöpfe müssen die Stadtwerke Osnabrück bei Ikea drücken, um das schwedische Möbelhaus für eine Kooperation beim Thema Park-and-ride zu gewinnen? Foto: Jörn MartensWelche Knöpfe müssen die Stadtwerke Osnabrück bei Ikea drücken, um das schwedische Möbelhaus für eine Kooperation beim Thema Park-and-ride zu gewinnen? Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Die Gespräche zwischen Stadtwerken und Ikea über den möglichen gemeinsamen Aufbau einer Park-and-ride-Station in Osnabrück haben noch nicht einmal richtig begonnen, da scheint auch schon jedes weitere Bemühen des Verkehrsbetriebs in der Sache zwecklos. Oder nicht?

In Basta-Manier schiebt das schwedische Einrichtungshaus der an und für sich cleveren Idee örtlicher Liniennetzplaner einen Riegel vor, den riesigen Kundenparkplatz wenigstens teilweise auch für jene Autofahrer freizugeben, die zunächst einmal nichts im gelb-blauen Möbelparadies kaufen, sondern bloß mit dem Bus weiter in die Innenstadt wollen.

Wer pessimistisch veranlagt ist, mag die „grundsätzliche“ Weigerung des Unternehmens, wie sie unserer Redaktion am Montag auf Nachfrage mitgeteilt wurde, jedenfalls so deuten. Als ob sich da auf dem Verhandlungswege nicht im Geringsten etwas machen ließe. Dabei ist ein Grundsatz nichts weiter als eine selbst aufgestellte Regel – von der man also unter bestimmten Voraussetzungen durchaus eine Ausnahme machen könnte. Warum nicht auch hier?

Bei guter Überzeugungsarbeit der Stadtwerke lässt sich Ikea ja vielleicht doch noch auf eine pendlerfreundliche Kooperation ein. Die geplante Aufwertung der Haltestelle zum Dreifachknoten ist schließlich auch ein Pfund, mit dem sich wuchern lässt.


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