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Osnabrücker Restaurant in Flammen Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen mutmaßlichen Nokta-Brandstifter

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Mitte Januar war das Nokta in Brand geraten – durch eine Brandstiftung. Nun erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen Verdächtigen. Archivfoto: Michael GründelMitte Januar war das Nokta in Brand geraten – durch eine Brandstiftung. Nun erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen Verdächtigen. Archivfoto: Michael Gründel

Osnabrück. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat Anklage gegen einen 36-Jährigen erhoben. Er soll im Januar das Restaurant Nokta am Güterbahnhof vorsätzlich in Brand gesteckt haben.

In der Nacht von den 14. auf den 15. Januar dieses Jahres war das Restaurant in Flammen aufgegangen. Schnell war klar: Es war Brandstiftung. Anfangs war Nokta-Betreiber Sedat Müstak in Verdacht geraten, sein Restaurant angezündet zu haben. Ein Tippgeber hatte ihn belastet. 

Tippgeber wohl nun selbst bald vor Gericht

Im Laufe der Ermittlungen geriet dieser Tippgeber jedoch selbst ins Visier der Ermittler. Die Staatsanwaltschaft stellte das Ermittlungsverfahren gegen Müstak Ende Februar ein. Nun erhob sie Anklage gegen den Tippgeber. Der Tatverdacht gegen den 36-Jährigen habe sich insbesondere durch ein Brandursachegutachten erhärtet, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Polizei hatte ihn zudem in der Brandnacht in seinem Auto am Nokta angetroffen.

Bislang schweigt der Verdächtige zum Vorwurf der Brandstiftung.

400.000 Euro Schaden

Der Verdächtige soll durch ein Kellerfenster und eine dahinter liegende unverschlossene Notausgangstür in das Gebäude eingedrungen sein. Mit einem Brandbeschleuniger soll der 36-Jährige den Brand gelegt haben, um das Restaurant zu zerstören. Es war ein Schaden in Höhe von 400.000 Euro entstanden, Nokta-Betreiber Müstak zufolge gar von 500.000 Euro.

Aufgrund eines Brandes ist das Restaurant Nokta immer noch geschlossen. Foto: Michael Gründel

Mindestens ein Jahr Freiheitsstrafe droht

Das Schöffengericht des Osnabrücker Amtsgericht muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden. Bei einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren – wobei diese zur Bewährung ausgesetzt werden kann. Offenbar geht die Staatsanwaltschaft von einer Freiheitsstrafe von weniger als vier Jahren aus – andernfalls würde das Landgericht den Fall verhandeln. Das ist zuständig bei einer zu erwartenden Freiheitsstrafe von mindestens vier Jahren.

Nokta noch immer geschlossen

Das Nokta an der Hamburger Straße ist noch immer geschlossen. Betreiber Müstak und Inhaberin Natalia Bassauer wollen im Juli einen Ableger in der Innenstadt eröffnen.

pm/yjs


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