Mühlenhoff-Preis für gute Lehre Mary-Rose McGuire ist Osnabrücks beste Uni-Professorin 2018

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Blumen für die Beste: Für ihre besonders gute Art zu lehren ist Juraprofessorin Mary-Rose McGuire mit dem Hans-Mühlenhoff-Preis 2018 ausgezeichnet worden. Foto: Uni Osnabrück/Elena ScholzBlumen für die Beste: Für ihre besonders gute Art zu lehren ist Juraprofessorin Mary-Rose McGuire mit dem Hans-Mühlenhoff-Preis 2018 ausgezeichnet worden. Foto: Uni Osnabrück/Elena Scholz

Osnabrück. Jura ist langweilig und trocken? Nicht mit Mary-Rose McGuire. Für ihre gut strukturierten, informativen und abwechslungsreichen Vorlesungen, die sie stets mit aktueller Forschung und Rechtsprechung füllt, ist die Juraprofessorin der Universität Osnabrück mit dem Hans-Mühlenhoff-Preis 2018 für gute akademische Lehre ausgezeichnet worden.

Eine mehrköpfige Jury aus Studenten aller Fachbereiche wählte McGuire mit großer Mehrheit aus 23 nominierten Wissenschaftlern der Universität aus. Der vom Osnabrücker Kaufmann und Mäzen Hans Mühlenhoff gestiftete Preis ist mit 3000 Euro dotiert und wird seit 2001 jährlich vergeben. Kriterien für die Auswahl der Preisträger sind in erster Linie die Integration von Forschung in Lehrprozesse, die Aktualität der Lehrinhalte, die verständliche Darstellung komplizierter Sachverhalte und die Herstellung fachübergreifender Zusammenhänge. (Weiterlesen: Zukunftskonzept UOS 2020 – Wie die Uni Osnabrück ihre Lehre verbessern will)

Preisverleihung im Botanischen Garten

All das bringe Mary-Rose McGuire mit. Mit ihr werde eine Wissenschaftlerin ausgezeichnet, die sich für den Einsatz neuer didaktischer, praxisnaher und forschungsbasierter Lehrmethoden engagiert, heißt es in einer Mitteilung der Uni Osnabrück. „Der Lernerfolg ihrer Studierenden liegt ihr besonders am Herzen. Deshalb freue ich mich sehr, dass sie den Preis erhält“, sagte die Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Martina Blasberg-Kuhnke. Zusammen mit Universitätspräsident Wolfgang Lücke und dem Vorstandsvorsitzenden der Hans-Mühlenhoff-Stiftung, Fritz Graf, übergab sie den Preis am Donnerstag im Bohnenkamp-Haus des Botanischen Gartens. (Weiterlesen: Prädikatsexamen am Fließband – Osnabrücker Jurastudenten gehören zu den besten im Land)

Seit 2015 Professorin an der Uni Osnabrück

McGuire studierte an den Universitäten Wien und Göttingen und war von 2004 bis 2009 Akademische Rätin an der Universität Osnabrück. 2010 wurde sie ein Jahr nach ihrer Habilitation auf den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Recht des geistigen Eigentums an die Universität Mannheim berufen. 2015 erfolgte der Wechsel nach Osnabrück.

Die Preisträgerin zeigte sich im Gespräch mit unserer Redaktion sehr geehrt. „Wenn ich jemandem erzähle, ich sei Juraprofessorin, ernte ich regelmäßig den seufzenden Kommentar, das sei ja sehr trocken. Würde das stimmen, wollte ich keine Vorlesung halten.“ Es gehe nicht darum, den Studenten an der Universität etwas „vorzulesen“, was diese auswendig zu lernen haben. Der Vorsprung der Dozenten bestehe vielmehr in der Fähigkeit, aus den vielen möglichen Quellen eine sinnvolle Auswahl vorzuschlagen, außerdem ihr Blick für Zusammenhänge und praktische Auswirkungen, die sie an die Studenten weitergeben können. „Hinzu kommt die Aufgabe, das Interesse zu wecken, was man mit dem Gelernten machen kann, und die aktuellen Fragen aufzuwerfen, die in den Lehrbüchern noch keinen Niederschlag gefunden haben.“

Interesse wecken, Netzwerk teilen

Neben der Lehre an sich sei McGuire aber auch insbesondere die Vernetzung ihrer Studenten wichtig. „Oft vergessen wird, dass die Professoren nicht nur ihr Wissen, sondern auch ihr Netzwerk teilen.“ Die Zusammenarbeit mit den Unternehmen und Kanzleien der Region trage nicht nur spannende Forschungsfragen ein, sondern auch „die Glaubwürdigkeit, dass wir unseren Studierenden sinnvolle Inhalte vermitteln und sie deswegen attraktive Kandidaten für Praktika, Referendarstationen oder die Erweiterung des Teams sind“. (Weiterlesen: Gratis-Rechtsberatung für Bedürftige – Osnabrücker Jurastudenten gründen Verein)

Die weiteren Nominierten des Hans-Mühlenhoff-Preises 2018: Laura Billeb (Erziehungs- und Kulturwissenschaften), Susanne Boshammer (Humanwissenschaften), Sascha Ceglarski (Kultur- und Sozialwissenschaften), Vera Anne Gehrs (Erziehungs- und Kulturwissenschaften), Birgit Hegewald (Erziehungs- und Kulturwissenschaften), Sylvia Jäde (Erziehungs- und Kulturwissenschaften), Thomas Krüppel (Biologie/Chemie), Sarah-Christin Leder (Erziehungs- und Kulturwissenschaften), Susanne Menzel (Biologie/Chemie), Jennifer Molitor (Humanwissenschaften), Karsten Müller (Humanwissenschaften), Jacob Piehler (Biologie/Chemie), Dominique Remy (Biologie/Chemie), Tim Roßberg (Kultur- und Sozialwissenschaften), Sebastian Steinbach (Kultur- und Sozialwissenschaften), Georg Steins (Erziehungs- und Kulturwissenschaften), Axel Thun (Sprach- und Literaturwissenschaft), Chadi Touma (Biologie/Chemie), Friederike von Behren (Kultur- und Sozialwissenschaften), Monika Wesner (Physik), Annika Wilke (Humanwissenschaften) sowie Michael Wosnitza (Wirtschaftswissenschaften).


Hans-Mühlenhoff-Preisträger (Auszug)

2017: Marco Beeken (Chemie)

2016: Andrew Jones (Anglistik/Amerikanistik) und Hans Reuter (Chemie)

2015: Dominique Remy (Biologie)

2014: Bärbel Schmidt (Kultur- und Geowissenschaften)

2013: Roswitha Papenhausen (Sprach- und Literaturwissenschaftler)

2012: Eva Gläser (Sachunterricht)

2011: Susanne Haberstroh (Psychologie)

2010: Heike Jochum (Rechtswissenschaft)

2009: Hans-Wolf Sievert (Interkulturelles Management)

2008: Till Eggers (Biologie)

2007: Eike-Christian Hornig (Politikwissenschaft)

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN