170 Gäste in der Jugendkirche Ten Sing Osnabrück trotzt dem Deutschland-Spiel

Von Markus Strothmann

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Sie gaben alles: Der Ten Sing-Chor und die Band beim Showfinale in der Jugendkirche. Während parallel der WM-Krimi Deutschland gegen Schweden lief, präsentierten die Gruppen nach einem Jahr Vorbereitungszeit ihre Ergebnisse. Foto: Swaantje HehmannSie gaben alles: Der Ten Sing-Chor und die Band beim Showfinale in der Jugendkirche. Während parallel der WM-Krimi Deutschland gegen Schweden lief, präsentierten die Gruppen nach einem Jahr Vorbereitungszeit ihre Ergebnisse. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Zeitgleich mit dem Vorrundenspiel Deutschland-Schweden ging am Samstagabend das große Ten Sing-Showfinale über die Bühne der Jugendkirche Osnabrück. Von der mächtigen Konkurrenzveranstaltung ließen sich Akteure und Gäste die Party nicht verhageln.

Auf eine Übertragung des Spiels wurde zwar verzichtet, aber ein Zugeständnis an den Sport machten die Veranstalter doch: Der Spielstand war während der Show abzulesen von einem Bildschirm neben der Bühne. Allerdings gingen die Darbietungen in so rasanter Folge vonstatten, dass kaum Zeit blieb für Nebenbeschäftigungen. Ein Jahr lang hatten die Ten Singer sich vorbereitet und brannten jetzt sichtlich darauf, die Ergebnisse zu präsentieren.

Ten Sing ist eine kreative Form christlicher Jugendarbeit. Der Schwerpunkt liegt dabei auf musikalischen Darbietungen: So spielte die Rockband in variierender Besetzung unter anderem AC/DC, Ärzte und White Stripes, schön laut trotz Schlagzeug hinter schalldämmenden Wänden und unterstützt von zuckendem Bühnenlicht. Weniger krachend, aber durchaus stimmgewaltig: Der Chor, Herzstück der Ten Sing-Gruppe, aus dessen Reihen wechselnde Solosängerinnen und -sänger ans Mikrofon traten.

„Ist die Leiche tot?“

Unerwünschte Pausen überbrückten die Gäste souverän mit Gesang: „Überbrückungsmusik!“ Aber die Ten Sing-Gruppe hatte nicht nur Musik im Gepäck. Auch amüsante Tanz-Choreografien durfte das Publikum bestaunen, und die eingestreuten kurzen, knackigen Theatereinlagen zündeten gut. Dreharbeiten: Mord im Supermarkt, die Polizei kommt. Die wichtigste Frage zuerst: „Ist die Leiche tot?“ Running Gag in folgenden Szenen: Die Unfähigkeit der Assistenz, dem Regisseur einen vernünftigen Kaffee zu servieren. Aus dem Leben gegriffen.

Rund 170 Gäste zogen die Ten Sing-Show dem Fußballspiel vor. „Wir sind damit sehr zufrieden“, so Philipp Eifler von der Jugendkirche Osnabrück. Zugegebenermaßen hätten gewisse Mitarbeiter zwischendurch das Spiel im Büro verfolgt – einfach zu spannend für Ballsportfanatiker. Aber die Gäste aus Versmold, Knepperheide, Bad Zwischenahn, Rheydt und Bramsche waren bestens bedient mit dem abwechslungsreichen Ten Sing-Programm.


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