„Der Schinkel feiert wieder“ 2500 Besucher beim Schinkeler Stadtteilfest

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Osnabrück . Hervorragende Stimmung trotz mäßigen Wetters – beim 19. Stadtteilfest am Samstag haben die Schinkelaner einmal mehr bewiesen, dass ein Miteinander verschiedener Kulturen eben doch funktioniert. Auch einen alten Bekannten durften die Veranstalter begrüßen. Am Ende des Tages war klar: Der Schinkel ist und bleibt bunt.

Mitreißende Bühnenauftritte, abwechslungsreiche Spiele und Attraktionen: Unter dem Motto „Der Schinkel feiert wieder“ bot sich den 2500 Besuchern des Stadtteilfestes am Heinz-Fitschen-Haus ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm. Vor allem die kleinen Gäste kamen auf ihre Kosten. Ob Hüpfburg, Kistenrollen oder Wasserbälle – ein gelangweiltes Gesicht war nicht zu sehen. Erwachsene konnten bei Kaffee, Kuchen oder Tee die Darbietungen auf der Bühne bestaunen.

Buntes Bühnenprogramm

Den Anfang machte die Band „Kühlhaus Hunteburg“, die mit klassischer Rockmusik zu überzeugen wusste. Den besonderen Charakter des Stadtteils spiegelte dann schon der Auftritt der Musik- und Kunstschule Osnabrück wieder. Neben Deutsch und Englisch sangen einige Gruppenmitglieder auch auf Arabisch. Die Diesterwegschule präsentierte deutsche und italienische Lieder, während der Abseits-Chor unter der Leitung von Musikpädagoge Markus Strothmann selbstgetextete Gesangsstücke darbot.

Bewegte Geschichte

Das Stadtteilfest sei ein „Leuchtturm für den Schinkel“, betonte Martin Niemann, Leiter des Heinz-Fitschen-Hauses. Sein besonderer Dank ging an die vielen ehrenamtlichen Helfer. Allein am Samstag waren 80 Freiwillige im Einsatz. Der Sozialpädagoge war schon 1989 dabei, als das Stadtteilfest zum ersten Mal am Heinz-Fitschen-Haus stattfand. Die Idee damals: Den Zusammenhalt fördern und dadurch mehr Lebensqualität in den Schinkel bringen, erklärte Niemann. Wegen des großen organisatorischen Aufwandes dürfen sich die Besucher mittlerweile allerdings nur noch alle zwei Jahre auf den bunten Tag freuen.

Überraschungsgast

Als Überraschungsgast begrüßte Niemann in diesem Jahr einen alten Bekannten: Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius, selbst ein Schinkelaner Urgestein. Der frühere Osnabrücker Oberbürgermeister betonte die Besonderheiten des dicht besiedelten Stadtteils. Und scheute dabei auch nicht den Vergleich mit den Großen der Weltpolitik. Im Gegensatz zu den „Trumps und Erdogans“ sei der Schinkel ein gutes Beispiel für ein friedliches Miteinander unterschiedlicher Kulturen.

Tee ganz traditionell

Ayse Camdali und Najan El Naccaeh sind Teil der Familienbegleitung, die im Heinz-Fitschen-Haus ansässig ist. Vor allem Familien mit Migrationshintergrund wollen sie unterstützen – schon allein die Sprache könne ein Hindernis sein. Beim Stadtteilfest servierten sie den Besuchern Tee – natürlich ganz traditionell. „Durch die Projekte kennt man die Leute“, erzählte Camdali. Das Fest sei „immer gut besucht“, fügte El Naccaeh hinzu. Am Ende war das Gelände gut gefüllt – trotz Fußball-WM und einigen dunklen Wolken. Die Schinkelaner schien das wenig zu stören. Schließlich findet das Stadtteilfest auch nur alle zwei Jahre statt.


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