Wo Rentner, Räuber und Medea in Aufruhr geraten Schüler aus Osnabrück und Melle auf der Bühne im Emma-Theater

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Osnabrück. Mit drei Produktionen aus der Stadt und dem Landkreis Osnabrück endete am Freitag das 36. Schülertheatertreffen im Emma-Theater.

Der Tag beginnt mit gemeinsamem Warm-up auf der Theaterbühne. Nach der Begrüßung durch Theaterpädagoge Simon Niemann, nehmen er und seine Kollegen Marie-Louise Tralle, Dietz-Ulrich von Czettritz und Sophia Grüdelbach die Jugendlichen in Sachen Rythmus, Körpergefühl und Konzentration ganz schön ran.

Drei Gruppen gestalteten am Freitag den zweiten und letzten Tag des am Mittwoch gestarteten 36. Schülertheatertreffens im Emma-Theater und zeigten die Vielfalt von darstellendem Spiel in der Schule. Los ging es gegen 10 Uhr mit dem Stück „Von Rente kann man nicht leben“ vom Wahlpflichtkurs des 7. Jahrgangs der Integrierten Gesamtschule Osnabrück. Mit Lehrerin Lydia Steinigeweg-Faust entwickelten die Jugendlichen eine witzige Story um eine Gruppe Altenheimbewohner, die sich einen Hawaii-Trip finanzieren wollen. Dafür schrecken die findigen Senioren um Hildegard (Lena Siebels), Tchangoé (Tandi Feldscher) und Shaban (Enver Berisha) auch vor Einbruch nicht zurück.

Dem Nachgespräch folgte der Wahlpflichtkurs Theater des 7. Jahrgangs der Domschule Osnabrück mit dem Stück „Medea - Eine Frau rastet aus!“. In dem mit Simon Niemann und Lehrerin Kerstin Falke im Stil einer Gangster-Soap entwickelten Medea-Version gewinnt Go-Kart-Argonaut Jason (Arian Abt, Bacare Ndure) durch die Goldene Rolex ewige Jugend. Mafiatochter Medea (Alissa Fassbender, Jana Niermann) dagegen altert und sinnt auf Rache. 

Als Jugendtheaterprojekt CrossCheck gehörte das Stück zum Begleitprogramm der Inszenierung „Medea - Dois Mundos, Uma Narracao“. Ihrerseits bildeten die Domschüler eine Partnerschaft mit der Laulane-Schule in Maputo/Mosambik, wo eine Medea-Version über Zwangsheirat entstanden war. Ein Austausch über die Produktionen fand über Bilder und E-Mail-Kontakt statt.

Die moderne Version eines klassischen Stoffes präsentierte auch die Theater-AG vom Gymnasium Melle mit der Produktion „Räuber.Aufruhr von Klaus Opilik frei nach Friedrich Schiller“. Unter der Leitung von Lehrerin Sabine Hettlich boten die Jugendlichen ein rebellisches Drama, in dem Karl Moor (Till Kleinken) Kopf der Globalisierungsgegner „Fun Fighters“ ist. Und während Amalia (Susanna Lübker) Karl die Treue hält, ist die taffe Spiegelberg (Zarah Menzel) scharf auf den Posten der Räuberhauptfrau.

Gegen 12.30 Uhr endete das 36. Schülertheatertreffen mit der Verabschiedung von Rebecca Fritzsche, die am Theater Osnabrück ihr Freiwilliges Soziales Jahr absolvierte.


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