Preis für Werner Trentmann Otto Waalkes überrascht Osnabrücker Wissenschaftler

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Osnabrück. Mit sauberer Luft kennt Werner Trentmann sich bestens aus. Als Fachmann für Feinstaubmesstechnik erhielt der wissenschaftliche Mitarbeiter der Hochschule Osnabrück jetzt eine hohe Auszeichnung – zu der sogar Otto Waalkes gratulierte.

Glückwünsche von Deutschlands Starkomiker höchstpersönlich: Das hätte sich Werner Trentmann wohl nie träumen lassen. Gerade erst hatte er vor zahlreichen Gästen in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) den Wissenschaftspreis des Europäischen Fachverbands für Luftreinhaltung und Entstaubungstechnik entgegengenommen, da rief ihm Otto Waalkes plötzlich von der Videoleinwand aus zu. „Lieber Werner, frische Luft ist wichtig! Deshalb sende ich dir schöne Grüße nach Osnabrück!“ Doch der 69-jährige Ostfriese übermittelte nicht bloß Worte, sondern ließ auch ein selbstgemaltes Bild überreichen. Darauf zu sehen: drei seiner berühmten Ottifanten, die einen Berg erklimmen, um sich aus einer Smog-Wolke an die frische Luft zu retten. (Weiterlesen: So lustig ist Ottos gerade erschienene Autobiografie „Kleinhirn an alle“)

Seit über 30 Jahren Betreuer von Studenten

Trentmann konnte sein Glück kaum fassen. „Der Wissenschaftspreis ist eine Wertschätzung meiner Arbeit, worüber ich mich sehr freue“, zitiert die Hochschule Osnabrück ihren Preisträger in einer Mitteilung. „Und die Überraschung zum Schluss war das i-Tüpfelchen.“

Die Auszeichnung erhielt Trentmann Mitte Juni beim Zukunftsforum Luft für seine Verdienste auf dem Gebiet der Feinstaubmesstechnik im Bereich Studium und Lehre. Seit über 30 Jahren betreut er Studenten der Hochschule Osnabrück bei der Erforschung neuer Ansätze, Techniken und Lösungen, um Schmutzpartikel in der Luft optimal messen zu können. (Weiterlesen: Weniger Stickstoffdioxid am Schlosswall – Schlechtere Luft am Neumarkt)

Messgeräte in drei Ländern aufgebaut

Auch dank ihm sei die Thematik heute an deutschen und finnischen Hochschulen als Wahlpflichtfach in den Masterstudiengängen Elektrotechnik und Informatik verankert, heißt es in der Hochschulmitteilung. Unter Trentmanns Anleitung bauten Studenten schon Feinstaubmessgeräte in Osnabrück, Helsinki und Amsterdam auf, um die Belastung der Luft an verschiedenen Standorten in Europa zu untersuchen und in eine Forschungsdatenbank der Universität Stuttgart einzuspeisen. In einem anderen Projekt entwickelten Studenten ein kostengünstiges, tragbares Feinstaubmessgerät. (Weiterlesen: Umweltministerium hält Osnabrücks Luftreinhalteplan für „hinfällig“)

Professor nennt Auszeichnung „überfällig“

Für Professor Jörg Hoffmann, Leiter des Osnabrücker Hochschullabors für Messtechnik und Messsignalverarbeitung, ist die Auszeichnung Trentmanns „längst überfällig, da er sich seit Jahrzehnten weit über das Normalmaß hinaus in der Feinstaubmesstechnik engagiert – in der Betreuung studentischer Projekte hier vor Ort und sogar auf internationaler Ebene“. Mit seiner angenehmen und überzeugenden Art habe sich der wissenschaftliche Mitarbeiter „die Hochachtung von Studenten weltweit“ erworben.


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