Deadline-Druck in der Redaktion Osnabrücker EMA-Gymnasium stellt Abizeitung vor

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Jessika Wedler hat an der Abizeitung des EMA-Gymnasiums mitgearbeitet. Foto: Michael GründelJessika Wedler hat an der Abizeitung des EMA-Gymnasiums mitgearbeitet. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. „SelektivpermeABIlität – nur die besten kommen durch.“ So lautet der Slogan des diesjährigen Abiturjahrgangs des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums. Unter diesem Motto steht auch seine Abizeitung. Nachwuchsredakteurin Jessika Wedler erzählt über die gemeinsame Arbeit am Rückblick auf die Abizeit und warum eine verpasste Deadline Chancen birgt.

Ernüchterte Stimmung in der Redaktion der Abizeitung des EMA-Gymnasiums: Am Wochenende ist der Abiball, doch die Zeitung wird nicht rechtzeitig vorliegen. „Wir haben die Deadline bei der Druckerei verpasst“, sagt Jessika Wedler. So erscheint die Zeitung nicht pünktlich zum Ende des Abiturs, sondern zwei bis drei Wochen später. Davon hat sich das Team aber nicht entmutigen lassen und stattdessen beschlossen: Wenn die Zeitung ohnehin nicht pünktlich fertig wird, können sie sich auch noch etwas mehr Zeit dafür lassen und die Rückschau auf die gemeinsame Zeit bis zum Abitur richtig rund machen.

Zitate und Insiderwitze

Sie beinhaltet klassische Themen der Abizeit: Es gibt unter anderem Berichte von einigen Kursen, Fotocollagen von gemeinsamen Kursfahrten oder die sogenannten Schülerawards. Dazu wurde etwa der „Traumschwiegersohn“ gesucht, ein „Sprachtalent“ oder aber auch die „beste Brotdose“: Für die wird ein fitnessbewusster Schüler ausgezeichnet, der regelmäßig eine Menge Reis und eine Hähnchenbrust zum Essen dabei hatte. Entsprechend hat die Jahrgangsstufe viele Zitate und Insiderwitze in der Zeitung verewigt, die sich im Laufe des Abiturs unter Schülern und Lehrern angesammelt haben.

Jeder Schüler wird mit einem Steckbrief vorgestellt. Dieser umfasst neben den grundlegenden Angaben wie Name und Alter etwa auch „Drei Dinge, die mich beschreiben“, „Drei Charaktereigenschaften“ oder ein für den Schüler typisches Zitat. So beginnt zum Beispiel ein Mitschüler im Unterricht seine Wortmeldungen häufig mit dem Satz „Ich hab da mal eine Frage...“ Zudem ist im Steckbrief Platz für einen Text, den jemand aus dem Jahrgang über den jeweiligen Schüler schreiben durfte.

Arbeit seit Anfang des Schuljahres

Konkret daran gearbeitet hat das Abizeitungskomitee seit Anfang des Schuljahres. Da wurden die Aufgaben und Zuständigkeiten verteilt – ein Schüler ist etwa losgezogen, um die besten Zitate einzusammeln, ein anderer hat sich ums Layout gekümmert, bei dem wichtig war, das etwas kryptische Abimotto „SelektivpermeABIlität – nur die besten kommen durch“ grafisch umzusetzen. Der Slogan ist eine Anspielung auf die Permeabilität, also die Durchlässigkeit von Materie. So ziehen sich naturwissenschaftliche Grafiken durch die Zeitung; die Schülerawards werden in einzelnen Zellen dargestellt.

Hin und wieder hat sich das Team getroffen, um untereinander ihre Ergebnisse zu präsentieren. „Das meiste haben wir aber über Whatsapp besprochen“, sagt Wedler. Da einige Abgabefristen nicht eingehalten wurden, hat sich die Fertigstellung für die Druckerei auch entsprechend verzögert.

Ein Exemplar gratis

Die Abizeitung verkauft die Jahrgangsstufe nicht auf dem Schulhof oder dergleichen. Vorgesehen ist, dass jeder Schüler ein Exemplar gratis bekommt und für Eltern oder Freunde eine Ausgabe reservieren und bezahlen musste. Auch Lehrer konnten sich ein Exemplar sichern.

Da nach dem Abi die Mitschüler meist in verschiedene Himmelsrichtungen verschwinden, haben sich Wedler und ihre Redaktion ein System überlegt, um die Zeitung noch unter die Leute zu bringen, wenn sie aus der Druckerei kommt: „Wir teilen die Schüler in die verschiedenen Osnabrücker Stadtteile und ihre Wohnorte um Osnabrück auf. Dann suchen wir uns jeweils jemanden, der dort wohnt und die Zeitung an alle Schüler in seinem Umkreis verteilt.“


Zwölf Schülerinnen und Schüler haben gemeinsam an der Abizeitung gearbeitet: Jessika Wedler, Max Wladyka, Nils Thiede, Celine Awoyale, Debora Kottmeyer, Johanna Lingor, Abdurrahman Said Erdogan, Loris Franzus, Lotte Möhlenkamp, Olesja Weimar, Hannah Lüngen und Rayana Louhichi.

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