Wohin zum Feiern? Fußball-WM erschwert in Osnabrück Planungen rund um den Abiball

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In der Osnabrückhalle lässt es sich gut feiern (hier beim Ball der Universität im Januar). Doch in diesem Sommer blockiert die „Körperwelten“-Ausstellung den Saal. Foto: André HavergoIn der Osnabrückhalle lässt es sich gut feiern (hier beim Ball der Universität im Januar). Doch in diesem Sommer blockiert die „Körperwelten“-Ausstellung den Saal. Foto: André Havergo

Osnabrück. Die Fußballweltmeisterschaft hat einigen Abiturienten das Planen ihres Abiballs in diesem Jahr nicht ganz leicht gemacht. Denn es war gar nicht so einfach eine passende Location für die Feierei zu finden.

Feiern an einem Sonntag- oder Montagabend ist eher ungewöhnlich, für einige Abiturienten in diesem Jahr aber kaum anders möglich. Sie mussten ihren Abiball auf einen Montag oder Sonntag verlegen, weil etwa die Fußball-WM in Russland ihnen einen Strich durch die Feierei macht.

Stadthalle ist besetzt

So findet an diesem Samstag, dem Wochenende vor den Ferien, im Alando ein Public Viewing statt – Deutschland spielt gegen Schweden. „Wir sind dann auf den Sonntag ausgewichen und feiern im Alando. Uns gefällt die Atmosphäre dort sehr gut. Die Stadthalle ist für dieses Jahr raus, weil dort die Ausstellung Körperwelten läuft“, sagt Jahrgangskoordinator Jürgen Maaß von der Ursulaschule. Das Ratsgymnasium hat seinen Abiball in diesem Jahr auf den Montag gelegt. „Wir hatten erst überlegt das erste Ferienwochenende zu nehmen, aber dann sind einige schon verreist. In Osnabrück gibt es für diese Art von Veranstaltungen zwei Optionen – die Stadthalle oder das Alando. Uns blieb nur noch der Montag im Alando“, sagt der Koordinator des Jahrgangs Jürgen Grosser.

Anfahrt nach GMHütte

Auch für die Schüler von der Angelaschule war es nicht ganz einfach einen Veranstaltungsort zu finden. „Wir feiern am Samstag im Kasinopark in Georgsmarienhütte. Jetzt haben wir zwar eine längere Anfahrt, aber für uns war das die beste Lösung“, sagt Schüler Martin Sauer vom Abiballkomitee. Andere Orte fielen raus – zu klein, zu teuer, rechtlich zu kompliziert oder nur für eine begrenzte Zeit am Abend zu nutzen. Das Abiballkomitee hat einen Shuttle-Bus organisiert und Taxiunternehmen kontaktiert, um die Anfahrt zu erleichtern. Das Fußballspiel am Abend werden sie in den Ball integrieren. „Das ging einfach nicht anders. Sonst wären vielleicht einige gar nicht erst zum Ball erschienen oder wären später gekommen. Das wollen wir auch nicht“, sagt Sauer. Allerdings sei die Situation auch ein wenig riskant. Verliert Deutschland gegen Schweden, könne die Stimmung des Abends dahin sein. Aber die Schüler blicken trotzdem zuversichtlich auf ihre Feier.


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