Mit gutem Beispiel voran Kinder sammeln grüne Meilen für UN-Klimakonferenz

Von Sina-Christin Wilk

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150 kleine Klimaschützer feierten im Zoo Osnabrück ihren Erfolg. Foto: Jörn Martens150 kleine Klimaschützer feierten im Zoo Osnabrück ihren Erfolg. Foto: Jörn Martens

Osnabrück Klimawandel ist ein omnipräsentes Thema. Im Rahmen des europaweiten Klimaschutz-Projekts „Kindermeilen“ haben rund 1200 Kinder entsprechende Maßnahmen in ihren Alltag integriert. Im Dezember wird die Dokumentation während der UN-Klimakonferenz in Katowice (Polen) an internationale Entscheidungsträger übergeben.Beim Abschlussfest im Osnabrücker Zoo durften die Nachwuchsklimaschützer ihren Erfolg feiern.

„Klimaschutz muss diese Generation schon von klein auf verinnerlichen“, so Sophie Rotter, Klimaschutzmanagerin beim Landkreis Osnabrück. Gemeinsam mit Cornelia Saure, Stadt Osnabrück, organisiert sie das Kooperationsprojekt „Klimaschutz im Kindergarten“. Das Ziel sei es, schon die Jüngsten für klimarelevante Themen zu sensibilisieren. Entsprechend leiteten Stadt und Landkreis ein Fortbildungsprogramm für Erzieher in die Wege. Die „Kindermeilen“-Kampagne, eine Initiative des europäischen Klimabündnisses, ergänzt das Engagement. Im vergangenen Jahr wurde die Kampagne erstmalig mit wenigen Einrichtungen in Osnabrück umgesetzt. Die Resonanz war gut, also wurde für 2018 der Landkreis ins Boot geholt.

„Mit vielen kleinen Dingen viel tun“

Insgesamt 1200 Kinder aus 18 Kindertagesstätten sammelten: Grüne Meilen für Verkehr, blaue Meilen für Energieeffizienz und rote Meilen für den Kauf regionaler Lebensmittel. Jeden kleinen Erfolg dokumentierten sie mit einem Aufkleber in ihrem Sammelheft. Das Endergebnis bereiten Rotter und Saure für die UN-Klimakonferenz auf, an der auch eine deutsche Schüler-Delegation teilnehmen wird.

Auch der Zoo Osnabrück ist als Klimabotschafter aktiv und informiert im Rahmen von Klimatopia umfassend. Beim Abschlussfest von „Kindermeilen“ begrüßte Zoopräsident Reinhard Sliwka die jüngsten Teilnehmer: 150 Vorschulkinder. An seiner Seite: Zoo-Maskottchen Taps, der Hybridbär, der aus einer Verbindung von Eisbär und Braunbär hervorgeging. Taps stehe stellvertretend für die Auswirkungen von Klimawandel auf Natur und Umwelt, erklärte Sliwka. Er appellierte, das Engagement fortzusetzen: „Man kann mit vielen kleinen Dingen viel tun, wie ihr gezeigt habt.“ In der Stadt wurden im Projektzeitraum 4263 grüne Meilen gesammelt, im Landkreis 5500.

Die Osnabrücker Kita Kindervilla sammelte in sieben Wochen 3240 Meilen – grün, blau und rot. „Wir haben einen Forschungsbereich zum Thema Stromsparen“, sagt Erzieherin Mirjam Binek. Die Älteren achteten nun darauf, dass die Jüngeren das Licht ausschalten und den Wasserhahn zudrehen. „Die Kinder tragen es nach Hause und erziehen ihre Eltern“, sagt sie. Kinder würden nun verstärkt mit dem Fahrrad zur Kita gebracht. Die Kindervilla integriere die Anreize auch weiterhin in den Kita-Alltag: „Demnächst veranstalten wir einen Mittelaltertag, den wir komplett stromfrei bestreiten“, so Binek.


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