zuletzt aktualisiert vor

Ende der Osnabrückhalle? Arena würde 46,5 Millionen kosten – Stadtrat entscheidet schon im Dezember

hin Osnabrück. Der Neubau einer Arena am Güterbahnhof würde die Stadt auf die nächsten 20 Jahre gerechnet jährlich 411 000 mehr kosten als eine Sanierung der Osnabrückhalle. Das geht aus der Vergleichsrechnung hervor, die am Dienstagabend dem Rat vorgelegt worden ist.

Der Neubau einer Arena am Güterbahnhof würde die Stadt auf die nächsten 20 Jahre gerechnet jährlich 411 000 mehr kosten als eine Sanierung der Osnabrückhalle. Das geht aus der Vergleichsrechnung hervor, die am Dienstagabend dem Rat vorgelegt worden ist.

Die Gutachter schätzten die Baukosten für eine zweigeteilte Arena am Güterbahnhof auf 46,5 Millionen Euro. Die Sanierung der Osnabrückhalle wird mit 20 Millionen veranschlagt. Für die Arena spricht nach Darstellung der Gutachter und von Stadthallen-Chefin Sandra Gagliardi ihre große Vielseitigkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Erstmals könnten dann in Osnabrück größere Konzerte mit 5000 Besuchern und Hallenspitzensport (Basketball, Handball, Boxen) geboten werden. Eine Sanierung würde die Wettbewerbsfähigkeit der Osnabrückhalle ebenfalls verbessern, aber weder das Raumangebot erhöhen noch andere Veranstaltungsprofile nach Osnabrück ziehen.

Die neue Halle soll dem groben Konzept zufolge aus einem hochwertigen Kongress- und Konzertbereich und einer Arena für Sport, Show und Konzerte bestehen. Beide Bereiche sollen räumlich getrennt werden, so dass sie parallel zu vermieten sind. „Es kann in der Arena ein Rockkonzert stattfinden und nebenan eine Vorlesung“, sagte Sandra Gagliardi, „das stört nicht“. Ein großzügiges und flexibel nutzbares Foyer soll die beiden Sektionen verbinden.

Der Rat steht unter Zeitdruck. Schon in der Sitzung am 13. Dezember soll über die Zukunft der Osnabrückhalle entschieden werden. Denn eine Sanierung müsste jetzt eilig in Angriff genommen werden, um die Verluste durch den Umbau gering zu halten. Pistorius appellierte an die Ratsmitglieder, sich intensiv mit den Zahlen zu beschäftigen und sich nicht zu früh festzulegen. „Die Entscheidung ist unumkehrbar“, so Pistorius. Er betonte, dass die Vergleichsrechnung und das Contech-Gutachten „keine geschönte Neubauvariante“ enthalte, sondern auf einer eher konservativen Kalkulation beruhe. Die Prüfungen seien „nicht von Wunschvorstellungen geleitet“ gewesen, sondern von dem Bestreben, eine für jedermann nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage zu bieten.

Offen ist nach seinen Angaben noch die Grundstücksfrage. Sollten die beiden Besitzer des Güterbahnhofs zu keiner Einigung mit der Stadt bereit sein, würde sich das Arena-Thema schnell erledigen.

Mehr dazu in der Mittwochausgabe der Neuen Osnabrücker Zeitung.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN