Königshaus: „Können viel von Israel lernen“ Deutsch-israelische Gesellschaft wirbt in Osnabrück für Besuch des Landes

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Hellmut Königshaus (links) referierte als Präsident der deutsch-israelischen Gesellschaft bei der Osnabrücker IHK, im Bild vertreten durch Präsident Martin Schlichter (Mitte) und Hauptgeschäftsführer Marco Graf. Foto: Sandra DornHellmut Königshaus (links) referierte als Präsident der deutsch-israelischen Gesellschaft bei der Osnabrücker IHK, im Bild vertreten durch Präsident Martin Schlichter (Mitte) und Hauptgeschäftsführer Marco Graf. Foto: Sandra Dorn

Osnabrück. Auf das Potenzial der Hightech-Nation Israel im wirtschaftlichen Austausch hat die IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim mit ihrer Delegationsreise Anfang Juni aufmerksam gemacht. Um das Land drehte sich jetzt auch der diesjährige Ländersommerabend der IHK.

„Ich bin froh, dass sich immer mehr Menschen selbst vor Ort ein Bild von diesem Land machen“, sagte Gastredner Hellmut Königshaus, Präsident der deutsch-israelischen Gesellschaft. Eine 17-köpfige Delegation aus Vertretern der regionalen Wirtschaft und der Stadt Osnabrück hat dort Kontakte geknüpft und vor allem die boomende Start-up-Szene kennengelernt.

In Deutschland sei das medial vermittelte Bild Israels von dem Gaza-Konflikt geprägt, vor Ort präsentiere sich das Land aber sehr vielfältig und dynamisch. „Es stimmt beides“, so Königshaus. Kritik am Umgang mit den Palästinensern solle niemanden von einem Besuch des Landes abhalten. „Ich habe noch nie gehört, wenn jemand nach China fährt, dass er auch sagt, er müsse Konferenzen halten und nach Tibet fahren.“

Königshaus, der von 2010 bis 2015 Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestags war, sagte auch, dass Deutschland militärisch von Israel lernen könne. „Wenn man sich militärisches Gerät anschafft, sollte man auch gleich die Ersatzteile vorhalten. Israel macht das.“ Zur These, die Besetzung des Landes sei völkerrechtswidrig, sagte Königshaus: „Palästina gab es nie, es hatte auch nie eine Hauptstadt Jerusalem.“

Während der Delegationsreise blieben Kontakte zur israelisch-arabischen Bevölkerung, die 20 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht, aus. Wie steht die deutsch-israelische Gesellschaft zu dieser Gruppe? „Die arabischen 20 Prozent Israelis sind Israelis“, so Königshaus. „Für uns macht das keinen Unterschied.“ Auch sie prägten das Bild eines künftigen Zusammenlebens. „Da können wir viel lernen“, so Königshaus.


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