Die Heiligen hochleben lassen Sardinen-Fest am Portugiesischen Freizeitzentrum

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Frischer Fisch aus dem Atlantik: Beim Sardinen-Fest am Portugiesischen Freizeitzentrum servieren Sonia Dias, Manuela Marques und Teresa Ferreira (von links) Spezialitäten aus dem Land Ronaldos. Foto: Thomas WübkerFrischer Fisch aus dem Atlantik: Beim Sardinen-Fest am Portugiesischen Freizeitzentrum servieren Sonia Dias, Manuela Marques und Teresa Ferreira (von links) Spezialitäten aus dem Land Ronaldos. Foto: Thomas Wübker

Osnabrück. In Portugal finden im Juni im ganzen Land die so genannten Sardinen-Feste statt. Zum ersten Mal findet es am Samstag, 23. Juni, in Osnabrück statt. Dann wird am Portugiesischen Freizeitzentrum mit viel Sardinen aus dem Atlantik, der Gemüsesuppe Caldo Verde und Vinho Verde gefeiert.

Weil die Feier zum Nationalfeiertag am 25. April in diesem Jahr ausgefallen ist, sei nach einer anderen Möglichkeit zum Feiern gesucht worden, erzählt Manuela Marques, stellvertretende Vorsitzende des Portugiesischen Freizeitzentrums. „Das Sardinen-Fest passt besser, es ist Sommer und es ist Weltmeisterschaft.“ Am Samstag wird – wer es denn sehen will – das Spiel der deutschen Mannschaft im Saal gezeigt.

In Portugal werden die Sardinen-Feste zu Ehren der drei Santos Populares (der Volksheiligen) im Juni mit Wein, água-pé (Most), traditionellem Brot mit Sardinen, Straßenumzügen und -tänzen, Hochzeiten und Feuerwerk zelebriert. In Lissabon findet zu Ehren von Santo António eine Art Straßenkarneval in der Nacht vom 12. auf den 13. Juni statt. In Porto wird vor allem São João verehrt, der am 24. Juni gefeiert wird – auch indem man sich mit Plastikhämmern gegenseitig auf den Kopf schlägt. Das soll Glück bringen. Am 28. und 29. Juni lassen besonders in Póvoa de Varzim und Barcelos die Portugiesen den Heiligen São Pedro hochleben. Diese Feste sind dem Meer gewidmet sind und es wird viel Feuer verwendet.

Das Meer gibt es an der Bünder Straße, wo sich das Portugiesische Zentrum befindet, nicht. Aber die Sardinen kommen aus dem Atlantik, genauer gesagt werden sie vor dem Ort Peniche aus dem Meer gefischt. Die Sardinen, die dort gefangen werden, stehen in dem Ruf, die besten Sardinen Portugals zu sein.

Zum Sardinen-Fest am Samstag sei jeder willkommen, sagt Manuela Marques. Das Freizeitzentrum sei zwar ein Verein, aber mitfeiern dürfen auch Nicht-Mitglieder. Und gefeiert wird, verspricht die Portugiesin. „Wir sind zwar manchmal verliebt in die Saudade, in die Sehnsucht nach den alten Zeiten. Aber feiern können Portugiesen auf jeden Fall“, widerspricht sie dem Klischee, ihren Landsleuten neigten zum Schwermut.

Neben den typischen Grill-Spezialitäten gibt es beim Sardinen-Fest auch typische portugiesische Musik. Sie wird von der Gruppe Zés Pereiras aus Hamburg gespielt.

Das Sardinen-Fest am Portugiesischen Zentrum an der Bünder Straße in Osnabrück beginnt am Samstag, 23. Juni, um 16 Uhr. Mehr Infos unter https://cposna.jimdofree.com/.


Was sonst noch läuft

Artist of the Month – Frau Schwind, Holy Poly, Fr., 22. 6., 23 Uhr: Frau Schwind aus Münster macht den Auftakt zu einer neuen Reihe, bei der das Holy seine eigenen Helden und Heldinnen der DJ-Szene aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen kürt. 

Players Party, Rosenhof, Sa., 23. 6., 22 Uhr: Nach dem Deutschland-Spiel soll im Rosenhof nach einem möglichst gutem Ergebnis gefeiert werden. Wer im Trikot der deutschen Elf kommt, hat freien Eintritt.

Pop Palais, Kleine Freiheit, Sa., 23. 6., 23 Uhr: Pop kennt keine Grenzen, meinen die Plattenleger am Samstag. Also trifft Madonna auf Isolation Berlin, Bilderbuch auf Beyoncé oder Charli XCX auf Michael Jackson.

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