„Spieltriebe“-Regisseure (6) Lilli Hannah Hoepner über „Götterdämmerung in Wien“

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„Spieltriebe“-Regisseurin Lilli Hannah Hoepner. Foto: Theater Osnabrück„Spieltriebe“-Regisseurin Lilli Hannah Hoepner. Foto: Theater Osnabrück

Osnabrück. Lilli Hannah Hoepner inszeniert mit der „Spieltriebe“-Uraufführung von „Die Götterdämmerung in Wien“ nach Alexander Kluge das dritte Mal am Theater Osnabrück. Das Thema des diesjährigen dreitägigen Festivals lautet „Total real“. Wir fragten Lilli Hannah Hoepner, welcher Spielart von Realität sie mit ihrer Lesart von „Die Götterdämmerung in Wien“ nahe kommt. Und stellen sie und ihre bisherige Arbeit in Zusammenarbeit mit dem Osnabrücker Theater vor.

Lilli Hannah Hoepner sagt zu „Die Götterdämmerung in Wien“: „Inspiriert von Alexander Kluges Text „Götterdämmerung in Wien“ haben wir uns für unser Projekt mit jener Spielart von Realität beschäftigt, die als Darstellung von Wirklichkeit zwischen Erfindung und Wahrheit nicht klassifizierbar hin- und herschwirrt.“

Lilli-Hannah Hoepner, geboren 1980 in Berlin, studierte 2001 bis 2005 Regie an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Sie arbeitete als Regieassistentin an den Münchner Kammerspielen und am schauspielfrankfurt, wo sie „Hundeherz“ nach Michail Bulgakow und „Herr Ich und andere Absurditäten“, eine Collage von Kammerstücken von Jean Tardieu, inszenierte. 2009 inszenierte sie die Uraufführung des Musiktheaterstückes „Der Wilhelmine-Code2 im Markgrafentheater Erlangen und die elfte Reise der Sterntagebücher von Stanislaw Lem am Theater Konstanz. Ihre Uraufführungsinszenierung von „Himmelangst“ von Daniela Dröscher am Schauspielhaus Bochum wurde 2010 zu „Radikal Jung - Das Festival junger Regisseure“ ans Münchner Volkstheater eingeladen. Im selben Jahr inszenierte sie am Theater Augsburg „Einsame Menschen“ von Gerhart Hauptmann und „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler. 2011 inszenierte Lilli-Hannah Hoepner die Uraufführung von „Rheingold Feuerland“ an der Neuköllner Oper Berlin. Am Theater Osnabrück führte sie in der Spielzeit 2011/12 bei der Uraufführung von Ekat Cordes‘ „Aproposkalypse“ Regie sowie 2012/13 „Der kleine Ritter Trenk“. Lilli-Hannah Hoepner arbeitet zudem regelmäßig in Brasilien. In der Spielzeit 2013/14 wird sie am Theater Aachen Ibsens „Nora oder Ein Puppenheim“ inszenieren und am Theater Osnabrück bei „Woyzeck“ Regie führen.


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