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Ein ganz besonderer Duft Brotprüfung der Osnabrücker Bäcker-Innung in der Volksbank

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Nach frischem Brot und Brötchen duftete es in der Volksbank Osnabrück. Betriebe der Bäcker-Innung ließen die Qualität ihrer Produkte testen. Foto: Egmont SeilerNach frischem Brot und Brötchen duftete es in der Volksbank Osnabrück. Betriebe der Bäcker-Innung ließen die Qualität ihrer Produkte testen. Foto: Egmont Seiler

Osnabrück. Drei Tage lang duftete es in der Volksbank in Osnabrück verführerisch nach frischem Brot und Brötchen. Ursache war die Brotprüfung, zu der die Bäcker-Innung zu Osnabrück ihre angeschlossenen Betriebe eingeladen hatte.

Im deutschen Handwerk steht die Qualität der Produkte an vorderster Stelle. Um ihre gleich bleibende Güte zu erhalten, werden sie in zeitlichen Abständen geprüft und erhalten nach eingehender Bewertung Auszeichnungen in Gold und Silber. Etwa 35 von insgesamt 50 Mitgliedsbetrieben nahmen jetzt an der Brotprüfung der Bäcker-Innung teil und ließen Michael Isensee vom Institut für Qualitätssicherung von Backwaren in Weinheim testen, welche Backwaren den Standards entsprechen.

„Das entscheide ich, indem ich verschiedene Kriterien anlege, nach denen deutsches Brot bewertet werden kann“, sagte der unabhängige Sachverständige. Dazu zählen Geschmack, Geruch, Form, Oberflächen- und Krusteneigenschaften, Lockerung, Krumenbild, Struktur und Elastizität der Backware. Völlig unbeeindruckt von der gediegenen Umgebung in der Volksbank, an einem Tisch zwischen Schalter und Kasse sitzend, ging der Experte seiner Arbeit nach. Aus einem Gestell hinter sich entnahm er den Brotlaiben Proben, roch daran, nahm eine Geschmacksprobe und drehte das Brot hin und her.

„Die Laibe haben Laufzettel, auf denen die Bäckerei Angaben zu den Getreideanteilen macht, aus denen das Brot besteht.“ Allein der Duft des angeschnittenen Brotes verrät ihm schon etwas über die Getreidesorte oder die Mischung. Den Namen der Bäckerei erfährt Isensee nicht. Während der drei Tage dauernden Prüfung hatte er Dutzende von Broten, vom Stuten bis zum Schwarzbrot, sowie eine ganze Anzahl von Brötchen zu prüfen. Innungsobermeister Willi Wolke hält viel von den regelmäßig statt findenden Prüfungen. Die Qualitätskontrollen seien freiwillig, keiner der angeschlossenen Betriebe werde zur Teilnahme gezwungen. „Die Bäckermeister erhalten hier eine Rückmeldung und sehen, ob sie so weitermachen können oder etwas verändern müssen“, erklärte er. Bäckermeister Rainer Niemeyer aus Bissendorf wies darauf hin, dass mit den verliehenen Auszeichnungen in Gold und Silber durchaus bei Kunden geworben werde.

Zumindest bei den Volksbank-Kunden griff diese Werbung. Sie ließen sich Häppchen des frisch geschnittenen Brotes mit Butter und Schmalz schmecken und machten eifrig beim Gewinnspiel mit, bei dem das Gewicht eines extra für den Anlass gebackenen Brotes geschätzt werden konnte. Die Besten erhielten Einkaufsgutscheine für die Innungsbäckereien.


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