„Spieltriebe“-Regisseure (2) Christian Brey über „Das Leben der Insekten“

„Spieltriebe“-Regisseur Christian Brey. Foto: Theater Osnabrück„Spieltriebe“-Regisseur Christian Brey. Foto: Theater Osnabrück

Osnabrück. Christian Brey inszeniert mit der „Spieltriebe“-Uraufführung von „Die Phobiker“ aus der Feder des sehr bekannten zeitgenössischen Dramatikers David Gieselmann das erste Mal am Theater Osnabrück. Das Thema des diesjährigen dreitägigen Festivals lautet „Total real“. Wir fragten Christian Brey, welcher Spielart von Realität er mit seiner Lesart der Komödie „Die Phobiker“ nahe kommt. Und stellen ihn in Zusammenarbeit mit dem Osnabrücker Theater vor.

Christian Brey sagt über seine Inszenierung von David Gieselmanns „Die Probiker“: „Phobien sind ein reales Problem. Was in der Realität tragisch ist, wird im Kunstraum Theater plötzlich komisch. Vielleicht weil man sich da trauen kann, über andere zu lachen. Man hat ja reales Geld dafür bezahlt, dass man lachen darf. Anderen beim realen Scheitern zuzusehen ist eben lustig. Je größer die Fallhöhe, desto komischer. Ein Wiedererkennungseffekt der Realität.“

Christian Brey ist 1973 in Geldern am Niederrhein geboren worden. Er absolvierte ein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart (Abschluss 1998). Von 1997 bis 2011 war er fest am Schauspiel Stuttgart engagiert. Er arbeitete mit den Regisseuren Martin Kušej (u. a. Robin in Sarah Kanes „Gesäubert“), Stephan Kimmig (u. a. in Moritz Rinkes „Der Mann, der keiner Frau Blöße entdeckte“), Hasko Weber (Horváths „Die Bergbahn“), Marc von Henning und anderen und spielte in allen Stuttgarter Inszenierungen von René Pollesch.

Seine erste eigene Regiearbeit war, gemeinsam mit Harald Schmidt, „Elvis lebt. Und Schmidt kann es beweisen“ am Schauspiel Stuttgart (Premiere im Oktober 2007). Es folgten zahlreiche weitere erfolgreiche Inszenierungen für das Schauspiel Stuttgart, darunter „Der Prinz von Dänemark“, ein Hamlet-Musical zusammen mit Harald Schmidt. Mit Schmidt arbeitete er auch bei dessen Late-Night-Show zusammen. Am Theater Chemnitz inszenierte er „Der nackte Wahnsinn“ vom Michael Frayn (Oktober 2010) und „Harold und Maude“ (Juni 2012). 2012 feierte seine Inszenierung von „Der Vorname von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière“ am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg Premiere.


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