„Spieltriebe“-Regisseure (1) Alexander Frank über „Das Leben der Insekten“

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„Spieltriebe“-Regisseur Alexander Frank. Foto:Theater Osnabrück„Spieltriebe“-Regisseur Alexander Frank. Foto:Theater Osnabrück

Osnabrück. Alexander Frank arbeitete seit der Osnabrücker Intendanz von Ralf Waldschmidt schon mehrfach für das Osnabrücker Theater, auch schon für die „Spieltriebe“ vor zwei Jahren zum Thema Krieg und Frieden. Im diesjährigen Uraufführungsreigen an diesem Wochenende inszeniert er das Rahmenstück für alle fünf „Spieltriebe“-Routen, Viktor Pelewins „Das Leben der Insekten“. Das Thema des diesjährigen Festivals lautet „Total real“. Wir fragten Alexander Frank, welcher Spielart von Realität er mit seiner Inszenierung nahe kommt. Und liefern in Zusammenarbeit mit dem Theater zugleich Stationen seines Werdegangs mit.

Alexander Frank sagt über seine Inszenierung von „Das Leben der Insekten“: „Eine objektive Wahrnehmung unserer Realität ist uns Menschen gar nicht möglich. Eine Fliege beispielsweise sieht dieselbe Umgebung mit ganz anderen Augen und nimmt sie ganz anders wahr. Deshalb erschaffen wir in „Das Leben der Insekten“ eine eigene Bühnenwelt und - realität, die bei jedem Betrachter eigene Assoziationen wecken soll. Wir geben uns ganz einer Fiktion hin, um am Ende zu erkennen: Auch das ist nur eine subjektive Illusion“.

Alexander Frank, geboren 1980 in Mainz, wirkte zunächst als Regieassistent und Script/Continuity Supervisor an zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit. Ab 2005 studierte er Politikwissenschaft, Filmwissenschaft und Publizistik in Zürich. 2008 wurde er als Regisseur zum Berlinale Talent Campus eingeladen und verwirklichte dort den Kurzfilm „The String Puppet“, der noch im gleichen Jahr für den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis nominiert wurde. Nach Abschluss seines Studiums arbeitete er als Regieassistent am Jungen Schauspielhaus Zürich. Seit der Spielzeit 2009/10 ist er fester Regieassistent am Schauspiel Frankfurt und arbeitete dort u. a. mit René Pollesch, Karin Henkel, Florian Fiedler, Robert Schuster und Kevin Rittberger zusammen. Am Schauspiel Frankfurt brachte er mit „The Small Things“ von Enda Walsh seine erste Inszenierung zur Premiere. In der Spielzeit 2011/12 adaptierte er am Theater Osnabrück für Oskar Henning Mankells Erfolgsroman „Der Chronist der Winde“, 2012/13 inszenierte er Oscar Wildes „Dorian Gray“ im Emma-Theater. In der Spielzeit 2013/14 wird Alexander Frank am Theater Münster den Monolog „Ich habe verstanden“ von Lukas Hammerstein zur Uraufführung bringen.


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