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20.06.2018, 06:01 Uhr KOMMENTAR

Änderungen beim Osnabrücker Winterdienst: Netter Versuch

Kommentar von Benjamin Havermann

Der Stadtrat hat Änderungen beim Winterdienst beschlossen, unter anderem soll der Schnee ab nächstem Winter auf die linke Seite geschoben werden. Archivfoto: Gert WestdörpDer Stadtrat hat Änderungen beim Winterdienst beschlossen, unter anderem soll der Schnee ab nächstem Winter auf die linke Seite geschoben werden. Archivfoto: Gert Westdörp

Osnabrück. Der Stadtrat hat Änderungen beim Winterdienst beschlossen. Unter anderem soll der Schnee ab nächstem Winter auf die linke Seite geschoben werden. Damit soll Osnabrück fahrradfreundlicher werden. Unser Kommentator findet, ein Versuch ist es wert, dies auszuprobieren. Kommt das große Chaos, muss er wieder beendet werden.

Gut gemeint heißt nicht immer gut gemacht. So klingen die vom Stadtrat beschlossenen Änderungen beim Winterdienst zunächst unrealistisch, wenn der Schnee auf die linke statt auf die rechte Straßenseite geschoben werden soll. Ist dann die halbe Fahrbahn für den Schnee reserviert? Das Verkehrschaos könnte damit noch schlimmer werden, als es ohnehin schon bei etwas Schnee ist.

Dabei besteht aus Radfahrersicht durchaus Handlungsbedarf. Oftmals kommt man mit dem Rad bei Schneefall einfach nicht durch. Da muss es auch nicht unbedingt glatt sein. Eine Fahrt durch aufgeschobenen oder matschigen Schnee ist kein Vergnügen. Damit Osnabrück fahrradfreundlicher wird, ist der Versuch begrüßenswert. Vielleicht erweist sich dies als praktikable Lösung, und die Befürchtungen bleiben unbestätigt.

Kommt es aber zu großen Beeinträchtigungen für Autos und Busse, müssen die Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung die Reißleine ziehen.


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