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BGH verwirft Revision Ehefrau getötet: Urteil gegen Osnabrücker Frauenarzt rechtskräftig

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Weil er seine Ehefrau umgebracht haben soll, muss ein Frauenarzt aus Osnabrück (hier neben einem seiner Anwälte) für neun Jahre ins Gefängnis. Das hat das Landgericht Landshut im Juli 2017 entschieden. Elf Monate später ist das Urteil rechtskräftig. Foto: Christine VinconWeil er seine Ehefrau umgebracht haben soll, muss ein Frauenarzt aus Osnabrück (hier neben einem seiner Anwälte) für neun Jahre ins Gefängnis. Das hat das Landgericht Landshut im Juli 2017 entschieden. Elf Monate später ist das Urteil rechtskräftig. Foto: Christine Vincon

Osnabrück. Das Urteil gegen einen Gynäkologieprofessor aus Osnabrück, der 2013 seine Ehefrau in Erding umgebracht haben soll, ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof hat die Revision des Angeklagten als unbegründet verworfen.

Das teilte das zuständige Landgericht Landshut am Dienstag mit. Dabei verwies es auf einen BGH-Beschluss vom 12. Juni 2018.

Klarheit viereinhalb Jahre nach der Tat

Der Osnabrücker Frauenarzt war am 21. Juli 2017 von der 6. Strafkammer des Landgerichts Landshut wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren verurteilt worden. Ihm lag zur Last, am 4. Dezember 2013 in Erding seine Ehefrau getötet zu haben. (Weiterlesen: Wann kommt der Osnabrücker Frauenarzt wieder frei?)

Fall zum zweiten Mal beim BGH

Es war bereits das zweite Mal, dass der BGH als höchstes deutsches Strafgericht wegen dieser Sache angerufen wurde. In einem ersten Prozess hatte das Landgericht den Angeklagten freigesprochen. Karlsruhe hob das Urteil jedoch aufgrund einer mangelhaften Beweiswürdigung auf und verwies den Fall zur erneuten Verhandlung zurück an das Landgericht Landshut. Ehe das Verfahren neu aufgerollt werden konnte, flog der Frauenarzt nach Chile. Im Herbst 2016 wurde er dort verhaftet, Ende Februar 2017 schließlich nach Deutschland ausgeliefert. (Weiterlesen: Mordverdächtiger Osnabrücker lebte unbehelligt unter Palmen)

Frau erst verprügelt, dann erstickt

Laut Anklage hat der heute 58-Jährige seiner Frau die Rippen gebrochen, sie am Kopf verletzt und dann erstickt. Der Osnabrücker bestritt die Tat: Er habe seine Frau damals tot in der gemeinsamen Wohnung in Erding aufgefunden. Seine Verteidiger plädierten daher auf Freispruch. Die Staatsanwaltschaft hatte dreizehneinhalb Jahre Haft gefordert.


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