Himmelsspektakel am 27. Juli 2018 Osnabrücker Planetarium informiert über totale Mondfinsternis

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So sah die totale Mondfinsternis am 28. September 2012 aus. Foto: Andreas HänelSo sah die totale Mondfinsternis am 28. September 2012 aus. Foto: Andreas Hänel

Osnabrück. Das Planetarium in Osnabrück bereitet Interessierte auf die totale Mondfinsternis vor, die in Europa am Abend des 27. Juli zu bestaunen ist. Dann findet auch eine so genannte Marsopposition statt.

Bei einer totalen Mondfinsternis wandert der Mond durch den Schatten der Erde. Er ist dann als kupferrote oder dunkelgelbe Scheibe am Himmel zu sehen. Bei einer Marsopposition steht der rote Planet Mars der Sonne genau gegenüber und ist die ganze Nacht über sichtbar.

Vorfreude ist groß

Das Planetarium Osnabrück lädt Interessierte ein, sich während der Veranstaltung „Sternhimmel im Juli“ am Dienstag, 19. Juni, und Mittwoch, 20. Juni, jeweils um 19.30 Uhr genauer über die beiden astronomischen Highlights zu informieren. Planetariumsleiter Andreas Hänel erklärt und simuliert, wie eine Mondfinsternis und Marsopposition zu Stande kommen und präsentiert neueste Ergebnisse von Mars-Rovern, wie es in einer Pressemitteilung heißt. „Die Vorfreude auf den 27. Juli ist groß“, so Hänel. „Das ist schon ein besonderes Highlight, dass beide Himmelsereignisse in der gleichen Nacht stattfinden.“




Wer die einmaligen Ereignisse live verfolgen will, besucht am Freitag, 27. Juli, am besten die Sternwarte auf dem Oldendorfer Berg bei Melle. Bei klarem Himmel lädt die Astronomische Arbeitsgemeinschaft Osnabrück ab 21 Uhr zu Beobachtungen ein. Die Mondfinsternis lässt sich am besten mit bloßem Auge oder einem Feldstecher (Fernglas) verfolgen. Da Mond und Mars sehr niedrig über dem Horizont stehen, ist für deren Beobachtung eine freie Sicht in südlicher Richtung notwendig. Die ist an der Sternwarte bei Melle gewährleistet.


Von der Sternwarte in Melle kann die Mondfinsternis beobachtet werden. Foto: Karsten Grosser


Um 20.24 Uhr wandert der Mond in den Kernschatten der Erde. In der Osnabrücker Region geht er jedoch erst gegen 21.20 Uhr auf. Bereits zehn Minuten später beginnt die Totalität. Die Mitte der Finsternis wird um 22.22 Uhr erreicht, doch selbst dann steht der Mond gerade erst sieben Grad über dem Horizont. Um 23.14 Uhr ist die Totalität beendet und bis 0.19 Uhr wandert der Mond dann langsam aus dem Kernschatten heraus.

Am 31. Juli erreicht der Mars mit 57.600.000 Kilometern den kleinsten Abstand zur Erde. Seit 2003 ist er der Erde nicht mehr so nahe gekommen. Deswegen ist er in den Nächten nach Mond und Venus auch das hellste Gestirn.

Anmeldungen für die Veranstaltung „Sternhimmel im Juli“ im Planetarium im Museum am Schölerberg werden unter Telefon 0541 560030 entgegengenommen. Weitere Informationen zu den Beobachtungen auf der Sternwarte bei Melle auf der Internetseite www.astro-os.de.


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