„Deutschland knicken” Osnabrücker Linksjugend distanziert sich vom Aufruf zum Fahnenzerstören

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Die Osnabrücker Linksjugend will lieber informieren statt zerstören. Foto: imago/NordphotoDie Osnabrücker Linksjugend will lieber informieren statt zerstören. Foto: imago/Nordphoto

Osnabrück. Die Osnabrücker Linksjugend distanziert sich vom Aufruf ihrer Bundes-Jugendorganisation, Deutschlandfahnen zu zerstören. Sie setzt stattdessen auf Information.

Die Osnabrücker Linksjugend lehne den Aufruf klar ab, schreibt sie in einer Mitteilung. „Der Vorsatz, damit gegen Nationalismus und für Geflüchtete sowie Menschen mit Migrationshintergrund zu kämpfen, ist dabei nichts als ein billiger Vorwand, der den Betroffenen schadet und nicht nützt.” Das Zerstören von Fahnen zur Fußball-Weltmeisterschaft sei „stumpf”.

Anleitung im Internet

Der Bundesverband der Linken-Jugendorganisation, Solid, sieht die vielen Deutschlandfahnen zur Fußball-Weltmeisterschaft kritisch. Sie brachte das Zeigen der Fahnen mit Nationalismus in Verbindung, überdies grenzten die Flaggen Migranten aus, „die nicht als Teil des nationalen Kollektivs betrachtet werden”. Für Sympathisanten veröffentlichte die Organisation eine detaillierte Anleitung, wie Fahnen an Autos am besten zu zerstören sind.

Osnabrücker Linksjugend will lieber informieren

Die Osnabrücker Linksjugend habe sich entschlossen, die Zeit der WM zu nutzen um auf Korruption, Machtmissbrauch und die Situation der Arbeiter der WM-Stadien aufmerksam zu machen. Hierzu lädt sie Osnabrücker am 12. Juli 2018 um 18:30 Uhr in die Lagerhalle ein, um darüber zu informieren. pm/yjs


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