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Stadt sucht noch Namen für die Schiffe Spielplatz am Adolf-Reichwein-Platz ist eröffnet

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Osnabrück. Flussdampfer statt Hansekogge: Während so manches Kind und sicherlich auch Erwachsener noch der alten Kogge am Adolf-Reichwein-Platz in Osnabrück hinterhertrauert, hat Oberbürgermeister Wolfgang Griesert am Freitag zur Freude vieler Kinder den neu gestalteten Spielplatz an sie übergeben.

Ja, es war kein leichter Abschied, als der Osnabrücker Servicebetrieb (OSB) die Hansekogge am 9. Mai nach zwölf Jahren altersbedingt abreißen musste. Das Schiff war zuletzt schlichtweg nicht mehr sicher und damit nicht zu retten.

Mitarbeiter des OSB bauen die Hansekogge am Adolf-Reichwein-Platz in Osnabrück ab. Archivfoto: Swaantje Hehmann

Shanty Chor singt für Kinder

Am Freitagnachmittag eröffnete Oberbürgermeister Wolfgang Griesert die neue Anlage, die zu diesem Zeitpunkt bereits zahlreiche Kinder erkundeten. Eine klassische Schiffstaufe blieb aus. „Ich hatte kurz überlegt, das Schiff mit einer Flasche Apfelsaft zu taufen, doch man sagte mir, sowohl Flasche als auch Schiff seien zu stabil”, sagte der OB. Stattdessen sang der Shanty Chor Osnabrück für die Kinder unter anderem das Lied „Heut geht's an Bord”.

OSB investiert kräftig

Der OSB investierte rund 40.000 Euro in die Neugestaltung des Platzes plus der Kosten für den Abbau der alten Kogge durch die eigenen Mitarbeiter. „Bis auf die zeitliche Verzögerung hat alles super geklappt”, sagte Hartmut Damerow vom OSB. Der Aufbau der Geräte hatte sich um eine Woche verzögert.

Am Adolf-Reichwein-Platz werden Anfang Juni die neuen Spielgeräte aufgebaut. Foto: Michael Gründel

Nun können auch die ganz Kleinen

Der Koggestrand ist sehr beliebt bei Kindern. Doch ohne die Kogge „kann er eigentlich auch nicht mehr Koggestrand heißen”, gab Griesert zu bedenken. Aber zurück zum neu gestalteten Platz. Das neue Klettergestell in Form eines Flussdampfers ist über einen Steg mit einem zweiten kleineren Schiff verbunden. Die roten Wimpel der Schiffe aus Holz erhalten noch das Stadtwappen, versicherte das Stadtoberhaupt. Die neue Anlage ist für kleinere Kinder besser geeignet als die alte Hansekogge. 

Alle Geräte stehen auf Stelzen – das soll die Lebensdauer von zehn auf 15 bis 20 Jahre erhöhen. Geblieben ist das Wasserspiel samt Matschanlage.

Im Januar waren es übrigens Kinder gewesen, die aus zwei Entwürfen den Sieger gekürt hatten. Die Stadt hatte bei der Vergabe ein Schiff für den Platz vorgegeben.

Schiffen brauchen noch Namen

Was nun noch fehlt, sind Namen für die beiden neuen Schiffe. Spontan entschieden Griesert und Damerow vom OSB, Eltern und Kinder entscheiden zu lassen. Vorschläge nimmt OSB-Mitarbeiterin Marion Niemeyer unter niemeyer@osnabrueck.de entgegen. Vorgeschlagen werden sollten stets zwei Namen für die beiden Schiffe, die im Idealfall zueinander passen, sagte sie. Es sei ferner wünschenswert, wenn die vorgeschlagenen Schiffsnamen einen Bezug zu Osnabrück hätten. Einsendeschluss ist der 31. Juli 2018. 

„Und dann gibt es vielleicht ja doch noch eine Schiffstaufe”, schloss der OB.


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