Universelle Sprache Morgenland Festival in der Osnabrücker Marienkirche eröffnet

Von Tom Bullmann

Das Eröffnungskonzert des Morgenland Festivals in der Marienkirche. Foto: Jörn MartensDas Eröffnungskonzert des Morgenland Festivals in der Marienkirche. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Ein Ensemble aus Kasachstan und zwei chinesische Musiker entführten die Besucher in St. Marien in exotische Klangwelten.

Weit in den Osten reisten die Besucher des Morgenland Festivals anlässlich der Eröffnung in der Marienkirche. Klanglich konnten sie sich auf die Spur der Seidenstraße begeben. Das Ensemble Khazar schickte die Zuhörer im voll besetzten Kirchenschiff nach Kasachstan, derweil zwei chinesische Musiker in die Teehäuser Zentralchinas entführten.

Meisterhaft beherrschen Wu Wei und Wu Man ihre exotischen Instrumente, die in dieser Kombination sehr selten zu hören sind. Während die in den USA lebende Wu Man ihrer Pipa, der chinesischen Langhalslaute, uralte Weisen entlockte, erwies sich die Sheng, die chinesische Mundorgel, die Wu Wei spielte, als perfektes Begleit- aber auch Soloinstrument für meditative und auch modernere Stücke. (Weiterlesen: Hat das Morgenland Festival in diesem Jahr einen antisemitischen Künstler engagiert?)

Dombra und Kobys

Mitreißende Lieder mit weiblicher Solostimme präsentierten Khazar. Traditionelle Folkmusik der kasachischen Nomaden fanden sich ebenso im Repertoire wie hymnische, selbst geschriebene Instrumentalstücke, bei denen die Musiker ihre Meisterschaft mit traditionellen Instrumenten wie Dombra und Kobys bewiesen.

Foto: Jörn Martens

Einmal mehr zeigte sich, dass Musik eine „universelle Sprache“ ist, wie Festivalleiter Michael Dreyer es in seiner Begrüßung formulierte.