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Suchschachtungen angeordnet Bauarbeiten in der Johannisstraße sollen Anfang der Woche weitergehen

Von Rainer Lahmann-Lammert

Ein Bild vom Donnerstag: Die Arbeiten in der Johannisstraße ruhen, auf der Baustelle ist kein Arbeiter zu sehen. Foto: Lahmann-LammertEin Bild vom Donnerstag: Die Arbeiten in der Johannisstraße ruhen, auf der Baustelle ist kein Arbeiter zu sehen. Foto: Lahmann-Lammert

Osnabrück. In der Johannisstraße ruht die Baustelle. Die Arbeiten wurden von der Stadt gestoppt, sollen aber Montag oder Dienstag fortgesetzt werden. Nach Auskunft von Stadtwerke-Sprecher Marco Hörmeyer müssen Suchschachtungen ausgeführt werden.

Zwei Radlader, ein Muldenkipper, aber kein Mann auf der Baustelle. Passanten gehen vorbei und schütteln die Köpfe. Seit drei Wochen ist die Johannisstraße gesperrt, aber seit Mittwoch wird nicht mehr gearbeitet.

Im Abschnitt zwischen Neumarkt und Seminarstraße seien die neuen Gas- und Wasserleitungen bereits verlegt – und zwar in den Gehwegbereich, sagt Stadtwerke-Sprecher Hörmeyer. Ein Problem gebe es bei den weiterführenden Arbeiten stadtauswärts ab Seminarstraße: Es habe sich herausgestellt, „dass die neuen Versorgungsleitungen in die Fahrbahn verlegt werden müssen“. Im Gehwegbereich sei aufgrund der hohen Leitungsdichte aber nicht ausreichend Platz.

Wussten die Stadtwerke nicht, auf welche Leitungen sie dort stoßen? Über die genaue Situation unter der Erde habe sich erst jetzt ein zusammenhängendes Bild ergeben, beteuert Hörmeyer. Die Stadt habe deshalb angeordnet, dass vor der Weiterführung der Arbeiten Suchschachtungen unternommen würden, um den genauen Trassenverlauf festzulegen. Diese Suchschachtungen hätten bereits begonnen. Für die Verlegung der Leitungen in den Fahrbahnbereich sei eine neue Genehmigung erforderlich. So lange die nicht vorliege, müssten die Arbeiten ruhen.

Die Unterlagen liegen der Bauverwaltung inzwischen vor, wie Stadtsprecher Sven Jürgensen am Freitagvormittag bestätigte. Er geht davon aus, dass Anfang der Woche die Genehmigung erteilt und die Arbeit fortgesetzt werden kann. Es handele sich in der Johannissstraße um eine komplizierte Baustelle. Die Lage der Rohre und Leitungen, die in den letzten Jahrzehnten verlegt worden sind, sei dokumentiert. Aber es gebe eben auch ältere Stränge, von denen heute keiner mehr wisse. „Da ist man vor Überraschungen nicht gefeit“, sagte Jürgensen.

Am Freitag sollte es eigentlich einen Ortstermin mit Oberbürgermeister Wolfgang Griesert geben, doch der wurde inzwischen abgesagt. Zur Begründung hieß es, der OB sei erkrankt.