Perspektiven für Europa „Labor Europa“: Projekt zum Thema Frieden in Osnabrück

Von Tom Bullmann

Vertreter zahlreicher Osnabrücker Institutionen sind in die Organisation des Projekts „Labor Europa“ eingebunden. Foto: Jörn MartensVertreter zahlreicher Osnabrücker Institutionen sind in die Organisation des Projekts „Labor Europa“ eingebunden. Foto: Jörn Martens

Osnabrück Osnabrück ruft und mehr als 50 junge Europäer kommen in die Friedensstadt, um sich zehn Tage lang kreativ mit dem Themenfeld Frieden und Europa auseinanderzusetzen. „Labor Europa“ heißt das Projekt, das vom Osnabrücker Büro für Friedenskultur konzipiert wurde und unter Beteiligung zahlreicher Institutionen der Stadt im August realisiert wird.

Mehr als 80 junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren hatten sich für eines der Labore beworben, die unter den Stichworten Kunst, Performance, Medien und Games, Musik sowie Geschichte angeboten wurden. „Wir haben 51 Interessenten aus 19 europäischen Ländern ausgewählt, die vom 16. bis 26. August in Osnabrück zu Gast sein werden“, erklärt Christine Grewe vom Büro für Friedenskultur. In den zehn Tagen werden sie ihre eigenen, persönlichen Erfahrungen zu den jeweiligen Themenfeldern austauschen und in einen kreativen Prozess umsetzen.

„Positive Werte sind in unserer Zeit immer mehr gefährdet, daher wollen wir, dass sich die jungen Leute mit den Perspektiven der Europäischen Union in einem weltweiten Friedenprozess beschäftigen“, sagt Stadtrat Wolfgang Beckermann. Besonders freut er sich darüber, dass Resultate der Labor-Arbeit im Rahmen der Kulturnacht am 25. August präsentiert werden. Mit der finanziellen Hilfe der Felicitas und Werner Egerland-Stiftung, die das gesamte Projekt fördert, werden Studierende aus Osnabrück später eine Dokumentation herstellen, die im Internet veröffentlicht wird.

„Labor Europa“ ist Teil des Projekts „Frieden.Europa“, mit dem sich die Städte Münster und Osnabrück gemeinsam an „Sharing Heritage“ beteiligen, dem Europäischen Jahr des kulturellen Erbes. Sowohl das Theater Osnabrück, als auch das Institut für Musik der Hochschule, die Kunsthalle, das EMAF, die Gesellschaft für zeitgenössische Kunst, das Kulturgeschichtliche Museum, die Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht sowie die Landesarbeitsgemeinschaft Jugend und Film sind in das Projekt involviert. Finanziert wird es durch Mittel der EU und des Bundes.


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