Roboter auf Linie gebracht Technik-Wettbewerb in der Osnabrücker Thomas-Morus-Schule

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Gemeinsam Türen öffnen: Beim 8. Robo-Tec-Wettbewerb für Schüler in der Thomas-Morus-Schule war auch Teamarbeit gefragt. Foto: Thomas OsterfeldGemeinsam Türen öffnen: Beim 8. Robo-Tec-Wettbewerb für Schüler in der Thomas-Morus-Schule war auch Teamarbeit gefragt. Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. Zum achten Mal konnten bastel- und technikbegeisterte Schüler-Teams jetzt beim Robo-Tec-Wettbewerb der Universität Osnabrück und der Initiative Pro Ausbildung gegeneinander antreten – diesmal in der Aula der Thomas-Morus-Schule in Haste.

Von „listigen Geheimagenten“ über „grüne Helme“, „Zerstörer“ und „zwei Fragezeichen“ bis hin zu „Leseratten“ – während es beim Wettbewerb darum ging, die Roboter technisch präzise buchstäblich „auf Linie“ zu bringen, konnten die Teams bei ihrer Namenswahl ihrer Kreativität freien Lauf lassen. In drei unterschiedlichen Disziplinen konnten insgesamt 14 Gruppen unter Beweis stellen, wie gut sie ihre – zumindest in Antrieb und Steuerung gleichförmigen – Roboterautos mit intelligenter Software so ausgerüstet und programmiert haben, dass sie ohne Fernbedienung und selbstfahrend bestimmte Aufgaben lösen.

Dabei ging es zunächst darum, einer überwiegend kurvigen Linie zu folgen und dabei so auf der Spur zu bleiben, dass darauf befindliche Würfel verschoben werden. Um es den Teilnehmern nicht ganz so leicht zu machen, wurden diverse Besonderheiten eingebaut wie eine Abzweigung in eine Sackgasse, ein rechter Winkel oder eine farbig markierte Unterbrechung der Linie an dem Punkt, wo sie sich selbst kreuzt.

Sortier- und Teamarbeit

Bei der zweiten Disziplin („Der Sortierer“) galt es, vom Startfeld aus Würfel in drei verschiedenen Farben zu erkennen und sie in ein entsprechendes Ablagefeld derselben Farbe zu bugsieren.

Die dritte und anspruchsvollste Aufgabe bestand schließlich darin, mit einem zufällig zugelosten anderen Team auf einem Spielfeld die Plätze zu tauschen, das durch eine Wand mit „Tür“ getrennt ist. Um diese zu öffnen, musste zumindest ein Roboter auf eine jener „Schaltflächen“ gelangen, die sich abseits der Hauptlinien befinden. Mit dieser Aufgabe wurden den Schülern aus den Jahrgängen 2000 bis 2007 gleichsam im übertragenen Sinne „Türen geöffnet“, um zu lernen, wie man ruhig und konzentriert nicht in Konkurrenz gegeneinander, sondern in Kooperation miteinander ein Ziel erreichen kann.

Gänzlich außer Konkurrenz startete ein Team schon älterer und erfahrenerer Schüler, das sich darauf spezialisiert hat, „Regellücken“ zu finden und auszunutzen, etwa in Form eines langen Auslegers, der gleichzeitig die Schaltfläche besetzt und die Tür offenhält.

Azubis als Schiedsrichter

Ein Ziel der Robo-Tec sei es, Schülern den „Zugang zu Technik und naturwissenschaftlichen Fächern zu erleichtern“, wie Professor Michael Brinkmeier vom Universitätsinstitut für Informatik betonte, das seit vier Jahren die Initiative Pro Ausbildung bei der Ausrichtung des Wettbewerbs unterstützt. Auszubildende des Stahlwerks Georgsmarienhütte (GMH), von Kabelmetall (KME) sowie der Stadtwerke Osnabrück fungierten auch bei der achten Auflage als Schiedsrichter und Punkteverteiler.

Die Roboter sind frei programmierbar. Foto: Thomas Osterfeld

In der jüngeren von zwei Jahrgangskategorien erreichte am Ende das „23-02er“-Team des Schülerforschungszentrums (SFZ) die höchste Gesamtpunktzahl, bei den älteren konnten die drei das Sieger-Gen bereits im Namen tragenden „SFZ Robo Masters“ die beiden „GMH-Robulution“-Teams hinter sich lassen. Sie mussten sich mit Medaillen begnügen, während die beiden Gewinner-Teams jeweils einen Kupferpokal überreicht bekamen, der extra für den Wettbewerb von KME-Azubis angefertigt worden war, wie Ausbildungsleiter Lars Schönwall verriet.


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