Fußball-Turnier in der Pause Japan und Marokko vorne bei Osnabrücker Schul-WM

Von Jannis Moss

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Für Marokko und Japan traten diese Schüler im Endspiel der Pausen-EM der Erich-Maria-Remarque-Realschule an. Foto: Elvira PartonFür Marokko und Japan traten diese Schüler im Endspiel der Pausen-EM der Erich-Maria-Remarque-Realschule an. Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Die Fußball-WM in Russland startet erst am Donnerstag. Die Schüler der Erich-Maria-Remarque Realschule in Osnabrück haben ihre ganz persönliche WM aber schon jetzt ausgespielt. Im Finale des Pausenturniers schlug Marokko Japan mit 3:1 – ein für das reale Turnier eher unwahrscheinlicher Ausgang.

Die Schüler der 5. bis 7. Klasse und der Klassen 8 bis 10 nahmen am Pausen-Fußball-Turnier teil. Im Zeitraum von zwei Wochen traten während der großen 20-Minuten-Pause zwölf Mannschaften gegeneinander an. Als Austragungsort diente allerdings nicht der asphaltierte Schulhof, sondern das Mini-Spielfeld des Osnabrücker Sportclubs in direkter Nachbarschaft zur Schule. Das ist ein 13 mal 20 Meter großes, umzäuntes Kunststoffrasenfeld, auf dem vier Feldspieler plus Torwart auf engstem Raum gegeneinander spielen.

Bewusst Außenseiter gewählt

Jens Hagel, Leiter des Fachbereichs Sport, hat das Turnier mit seinen Kollegen ins Leben gerufen und erklärt, dass es sich mittlerweile fest etabliert habe. In diesem Jahr sollten sich die Schüler bewusst Länder für ihre Teams aussuchen, die bei der WM für gewöhnlich auf den unteren Rängen platziert sind, „einfach um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass nicht nur die üblichen Verdächtigen wie Deutschland und Spanien gegeneinander antreten.“ So standen sich beim ersten Showdown die Finalisten der 5. bis 7. Klasse gegenüber, aus dem das Team Senegal als Sieger hervorging.

Pünktlich um 11.10 Uhr wurde dann in der zweiten großen Pause das Finale der „Großen“ angepfiffen: Japan gegen Marokko. Um das Spielfeld hatten sich viele Schulkameraden der Spieler versammelt, die ihre Mannschaften lautstark anfeuerten. Gleich zu Beginn wurde deutlich, dass es sich nicht bloß um eine schulische Pflichtveranstaltung handelte, sondern um ein Finale, in dem die Schüler in Sachen Leidenschaft und Körpereinsatz den Profis kaum nachstanden. Das packende Spiel entschied das Team Marokko mit 3:1 für sich.

Doppeltorschütze

Der sechzehnjährige Mert, der die 9. Klasse besucht und im Siegerteam Marokko zwei Tore schoss, erzählte nach der Siegerehrung begeistert, dass die Pausen-WM „richtig gut“ ankomme. Mit seinen Freunden spiele er in den Pausen ohnehin Fußball, daher sei die WM, bei der alle Schüler die Möglichkeit hätten mitzuspielen, ein zusätzlicher Anreiz. Am Samstag stehe er nebenan schon wieder auf dem Platz, „dann aber auf dem großen Spielfeld gegen den VfB Oldenburg“, sagte Mert, der in der B-Jugend des Osnabrücker Sportclubs in der Landesjugend spielt.


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