Virtuelle Kunst-Schnitzeljagd „360° Art“: Innovatives Vermittlungs-Projekt im Kunstraum Hase29

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Osnabrück 360° Art heißt ein neues Kunstvermittlungs-Projekt, mit dem die Gesellschaft für zeitgenössische Kunst junge Leute in ihrem digitalen Lebensumfeld abholen will.

Wie lässt es sich bewerkstelligen, dass Schüler, die an einem Kunstworkshop teilgenommen haben, ihre Erfolgserlebnisse mit anderen teilen? Und zwar in den Medien, mit denen sie alltäglich umgehen. Diese Frage ließ Johannes Dälken nicht ruhen. Er ist der Vorsitzende der Felicitas-und-Werner-Egerland-Stiftung, die häufig die Kunst-Vermittlungsarbeit der Gesellschaft für zeitgenössische Kunst fördert. Als er sah, welch kreativen Output die jungen Leute in den angebotenen Workshops schufen, dachte er, dass die Arbeiten dort präsentiert werden müssten, wo sich die Kids gut aufgehoben fühlen: in den Medien ihrer Smartphones.

Aus diesen Überlegungen wurde jetzt ein neues Konzept entwickelt: 360° Art. „Wir starten zunächst mit einem Wokshop in unserem Kunstraum Hase29, wie wir es sonst auch tun“, erklärt Birgit Kannengießer, Leiterin der Kunstvermittlung. Dann wird es spannend: Die Teilnehmer planen und realisieren eine Ausstellung mit ihren Arbeiten. Dann verfassen sie kurze Texte und Videos, in denen sie über ihre Arbeiten sprechen. Das Ganze wird mit einer neuen Kameratechnik aufgenommen und ins Netz gestellt: „Wir haben eine Software entwickelt, mit der wir 360° Panorama-Ansichten herstellten können“, erklärt Arne Albers von der Firma Motion Media.

„Ich habe einen Artikel über seine 360°-Fotos in der Zeitung gelesen und habe ihn sofort kontaktiert“, erklärt Elisabeth Lumme, Vorsitzende der Kunstgesellschaft. Nachdem geklärt war, dass die Egerland-Stiftung das Projekt mit 38000 Euro fördern würde, konnte sie Albers ins Boot holen. Der erklärt, dass man später Stationen in der Rundum-Aufnahme der Ausstellung anklicken kann, sodass ein entsprechender Kommentar oder das passende Video aufpoppt.

Was zunächst dem „Teilen“ dient und auch der Archivierung der Vermittlungsarbeit, soll sich im nächsten Stadium zu einer Art Internet-Spiel entwickeln. „Wir wollen mit interessierten Kids eine Art virtuelle, interaktive Schnitzeljagd entwickeln“, sagt der Medienbeauftragte Stefan Hestermeyer. Dabei soll man Rätselfragen beantworten können, um im Spiel weiterzukommen. Nach den Sommerferien beginnt das Projekt.


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