Schüler erhalten Zertifikate Osnabrück hat 30 neue Buslotsen

Von Danina Esau

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Wurden mit Zertifikaten und Ausweisen geehrt: Die neuen Buslotsen des GIW und der Erich-Maria-Remarque-Realschule. Foto: Swaantje HehmannWurden mit Zertifikaten und Ausweisen geehrt: Die neuen Buslotsen des GIW und der Erich-Maria-Remarque-Realschule. Foto: Swaantje Hehmann

des Osnabrück . Für mehr Sicherheit im Bus: Schüler der Erich-Maria-Remarque-Realschule und des Gymnasiums „In der Wüste“ (GIW) wurden zu Buslotsen ausgebildet. Jetzt nahmen sie ihre Zertifikate und Ausweise entgegen.

„Ich bin beeindruckt, wie viele Schüler teilgenommen haben“, sagt Nils Fischer, der neue Schulleiter des GIW. 17 Realschüler und 13 Gymnasiasten hatten an drei Vormittagen gelernt, wie sie für mehr Ordnung und Sicherheit im Bus und an Bushaltestellen sorgen.

Ausgebildet wurden sie von Ralf Haunhorst, Buslotsenausbilder der Stadtwerke, und Polizist Torsten Block. Mit Rollenspielen und Leitsprüchen brachte Haunhorst den Schülern der siebten und achten Klasse bei, Gewaltsituationen richtig einzuschätzen: „Die Buslotsen lernen zu unterscheiden, wo und wann sie einschreiten sollen und wann es besser ist, den Busfahrer oder die Polizei zu verständigen“, sagt er. Denn obwohl die Schüler eine Vorbildfunktion haben, sollen sie sich selber natürlich nicht in Gefahr bringen. „Das ist der wichtigste Leitsatz“, betont Haunhorst.

Polizist Block erklärte den Schülern, wie sie sich im Falle einer unlösbaren Konfliktsituation verhalten sollen: „Wenn Reden nicht mehr hilft und Gewalt im Spiel ist, muss die Polizei verständigt werden. Ich habe den Kindern unter anderem erklärt, wie man einen Notruf tätigt oder eine Personenbeschreibung abgibt“, sagt er. Mit ihren „Auszubildenden“ sind Haunhorst und Block mehr als zufrieden: „Die Buslotsen sind immer die Gewinner.Sie haben hingeguckt und Zivilcourage gezeigt", sagt Block.

Besonders beim Einstieg sei das Gedränge vor Schulbussen oft groß: „Letztes Jahr ist eine Schülerin gestolpert und mit dem Fuß unter einen Busreifen gekommen. Bei einem 15 Tonnen schweren Bus kann das böse Folgen haben“, sagt Haunhorst. Mit ausgebildeten Buslotsen an Bord sei das Busfahren entspannter für alle. Buslotsin Dalia Rehband vom GIW ist viel per ÖPNV unterwegs und nahm aufgrund des ständigen Gedrängels an der Ausbildung teil: „Ich finde es wichtig zu wissen, wie ich mit Gewalt im Bus umgehen soll und mich selber davor schützen kann.“


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