Remarque-Realschule Osnabrück Schüler zeigen Theateraufführung mit Spannungsfaktor

„Mörder mögen’s messerscharf“ hieß es am Donnerstagabend im Aula des Gymnasiums „In der Wüste“. Foto: Katja Steinkamp„Mörder mögen’s messerscharf“ hieß es am Donnerstagabend im Aula des Gymnasiums „In der Wüste“. Foto: Katja Steinkamp

In der Aula der Osnabrücker Erich-Maria-Remarque-Realschule hatte jetzt das Theaterstück „Mörder mögen’s messerscharf“ des Wahlpflichtkurses Theater Premiere. Neun Darsteller und sieben Mitwirkende hinter der Bühne begeisterten das Publikum mit ihrer Krimikomödie.

Ein graues Sofa mit roten Kissen, davor ein kleiner Tisch. Rechts ein Regal mit Wein- und Kognakflaschen, ein Sessel und ein Spiegel. Hinter dem Sofa ein Projektor, der das Bild eines herrschaftlichen Wohnzimmers an die Wand wirft – so sah es am Donnerstagabend auf der Bühne in der Aula des Gymnasiums „In der Wüste“ aus.

Baron Ansgar von Herrschershausen, alias Lyon Hinxlage, kam auf die Bühne. „Lyon ist leider verletzt und spielt seine Rolle deswegen im Rollstuhl“, verkündete Lehrerin Stephanie Sprick, die die Produktion zusammen mit Kollegin Daniela Ostendorf begleitet hatte.

Dann ging es los, und schnell wurde deutlich, dass mit dem guten Baron etwas nicht stimmt: Er ist tot. Genau genommen: Er wurde ermordet. Als Geist möchte er seinen Tod aufgeklärt wissen und begleitet das Stück zunächst im Hintergrund und später sogar sehr aktiv.

Butler Johann, gespielt von Mattis Lasseur, seine Cousine (Krimalkommissarin Else Nehrlich, alias Juliane Frank) sowie Kriminalassistent Hugo Geist, gespielt von Jeremy Patterson, wollen den Mordfall zusammen aufklären. Auch die Tanten des Barons (gespielt von Alina Detmer und Sharleen Hollenborg) wollen herausfinden, wer der Mörder ihres Neffen sein könnte.

Als verdeckter Ermittler schleust sich Hugos Geist in das Haus der Frau Baronin, Lukretia von Herrschershausen (Lilian Mai) ein. Doch wer ist der Mörder? Einen Verdacht haben die Angehörigen des toten Barons bereits, und auch dieser kommt schnell dahinter, da er ein Gespräch zwischen seiner Ehefrau und ihrem Liebhaber belauschen kann, dem Verwalter Dietmar Knörr (gespielt von Emanuel Werner). Dann geschieht ein weiterer Mord: Hausmädchen Sophia (Pia Winkelmann) wird aus einem Fenster geschubst…

„Die Schüler haben sich das Stück selbst ausgesucht“, sagte Lehrerin Daniela Ostendorf. „Wir hatten noch nie eine Krimikomödie, deswegen bot es sich an.“ Das im Deutschen Theater-Verlag erschienene Stück, das die Autorin Christine Steinwasser geschrieben hat, zeichne sich durch vielfältige Charaktere und einen guten Unterhaltungswert aus, so die Lehrerin. Ein ganzes Schuljahr hätten die Schüler der neunten und zehnten Klassen geprobt und auf die Premiere hingearbeitet. Die ging nun nahezu reibungslos über die Bühne und wurde schließlich verdientermaßen mit großem Applaus belohnt.


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