Aufgaben wie ein Firmen-Manager Nils Fischer neuer Chef des Osnabrücker Gymnasiums „In der Wüste“

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Nils Fischer ist neuer Schulleiter des Gymnasiums in der Wüste. Foto: Jörn MartensNils Fischer ist neuer Schulleiter des Gymnasiums in der Wüste. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Seit Donnerstag hat das Gymnasium „In der Wüste“ in Osnabrück einen neuen Schulleiter: Nils Fischer wurde offiziell in sein Amt eingeführt. So ganz neu ist der 37 Jahre alte Quakenbrücker allerdings nicht mehr. Auf dem Direktorenstuhl sitzt er schon seit Anfang März.

Fischer entstammt einer Lehrerfamilie. Schmunzelnd räumt er ein, dass es in Osnabrück wohl kaum eine Schule gebe, an der nicht ein oder mehrere Familienmitglieder schon einmal tätig waren. So ist denn auch für Fischer die Osnabrücker Schullandschaft keine neue. Unter anderem arbeitete er schon für mehr als vier Jahre am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium. Weitere Stationen auf seinem bisher zwölf Jahre währenden Berufsweg waren nach dem Studium und Referendariat in Münster unter anderem die Landesschulbehörde und zuletzt der Job als stellvertretender Leiter eines Gymnasiums in der Grafschaft Bad Bentheim.

„Schulleiter einer so exzellenten Schule wie des Gymnasiums ,In der Wüste‘ zu sein ist eine der besten Aufgaben, die ich mir vorstellen kann“, sagte Fischer bei seiner Amtseinführung. Gleichzeitig betonte der frischgebackene „Wüste“-Chef, dass er innerhalb der Osnabrücker Gymnasien keinen Konkurrenzkampf sehe, allenfalls einen sportlichen Wettbewerb. Jede Schule zeichne sich durch ihre eigenen Schwerpunkte vor allem aber durch das hohe Engagement der Kollegien und natürlich der Schülerschaft aus. Fischer freute sich, einem sehr jungen Kollegium vorzustehen, mit dem er das Wüstengymnasium weiter profilieren und ausbauen wolle. „Schule ist Teamarbeit. Anders geht es gar nicht“, so Fischer.

Wie ein Chorleiter

Fischer sei am ersten Arbeitstag gleich mit einem Tag der offenen Tür ins kalte Wasser geschubst worden, erinnerte die stellvertretende Schulleiterin Monika Wipperfürth an den Arbeitsbeginn des neuen Chefs. Diese Aufgabe habe er souverän gemeistert. Für die Landesschulbehörde hieß Sabine Pünt-Kohoff Fischer herzlich willkommen. Eine Schule sei ein vielstimmiger Chor. Ihr Leiter habe die Aufgabe, die unterschiedlichen Interessen auszugleichen und so das Bestmögliche für seine Schule zu bewirken.

Andrea Butke vom Fachbereich Schule und Sport der Stadt erinnerte an eine Zeit, als Schulleiter noch hauptsächlich unterrichteten und Verwaltungsaufgaben lediglich Beiwerk waren. Diese Zeiten hätten sich geändert, so Butke. Budget- und Personalverwaltung, Qualitätsmanagement und Fortentwicklung nähmen heute einen großen Raum ein. Die Arbeit eines Schulleiters komme heute eher der eines Managers in einem Industrieunternehmen gleich. „Der Wandel wird auch in Zukunft unser Begleiter sein“, erinnerte Personalratsvorsitzender Benjamin Westermann an die ständigen Veränderungen, denen Schule unterworfen ist. Als Vorsitzende des Elternrates begrüßte Birgit Viebrandt den neuen Schulleiter. „Unsere Eltern bringen ihm viel Vertrauen entgegen“, so Viebrandt. Gemeinsam sei allen am Schulleben Beteiligten die Arbeit am Wohl der Schule.


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