Verbrauch auch hier groß Warum sich in Osnabrück niemand um Wasserknappheit sorgen muss

Von Cornelia Achenbach

In Osnabrück muss sich niemand vor eine Wasserknappheit sorgen. Foto: dpaIn Osnabrück muss sich niemand vor eine Wasserknappheit sorgen. Foto: dpa

Osnabrück. Wegen der Hitze ist im Norden Niedersachsens derzeit Wassersparen angesagt. Im Landkreis Stade etwa verbot der kommunale Trinkwasserverband, Wasser zum Rasensprengen, Autowaschen und zum Füllen privater Schwimmbäder zu brauchen. In Osnabrück ist die Wasserversorgung hingegen unproblematisch – aus zwei Gründen.

Es ist heiß. Und wenn es heiß ist, wird besonders viel Wasser verbraucht – zum Gießen, Duschen, Planschen. Auch die Stadtwerke Osnabrück haben am Montag den bisherigen „Tagesabgabe-Spitzenwert“ für dieses Jahr verzeichnet. Allerdings sei man noch weit von den Tagesabgabe-Spitzenwerten der sogenannten „Jahrhundertsommer“ entfernt, sagt Marco Hörmeyer von den Stadtwerken Osnabrück. Mit Wasserknappheit oder Druckabfällen habe man in Osnabrück allerdings keine Probleme. Zum einen aufgrund der Wassergewinnung: „Anders als andere Wasserversorger, die ihr Trinkwasser aus sogenannten oberflächennahen Gewässern gewinnen, fördern wir für die Trinkwassergewinnung ausschließlich Grundwasser aus sehr tiefen Schichten. Hinzu kommt, dass wir hier in unserer Region am Wiehengebirge/Teutoburger Wald wetterbegünstigt sind“, erläutert Hörmeyer.

Grundwasserspeicher gut gefüllt

Wetterbegünstigt bedeutet: Hier regnet es viel. Auch bei länger anhaltenden Trockenperioden seien die Grundwasserspeicher in der Region gut gefüllt und könnten sich ständig regenerieren.

Ein weiterer Grund liegt in de Wasserinfrastruktur: Im Gegensatz zu Wasserversorgern gerade in ländlichen Regionen gebe es in Osnabrück ein engmaschiges „Wassernetz“, sagt der Stadtwerke-Sprecher. „Unsere Netzlänge beträgt 636 Kilometer im Stadtgebiet. Unsere Wasserhochbehälter können insgesamt mehr als 25.000 Kubikmeter Wasser speichern.“ (Weiterlesen: So kommt das Wasser aus den Osnabrücker Hähnen)

Falls es doch mal zu lang anhaltenden Hitzeperioden komme, könnten bedarfsweise/zeitweise die im gesamten Stadtgebiet vorhandenen Reservebrunnen zugeschaltet werden. „So können wir sehr schnell auf kurzfristige Spitzenabgaben reagieren“, so Hörmeyer. „In Osnabrück muss selbst bei lang anhaltenden Hitze- oder Trockenperioden niemand auf dem Trockenen sitzen.“


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