6000 offene Stellen Arbeitslosenquote für die Region Osnabrück sinkt auf 4,3 Prozent

Die Arbeitslosenquote für die Region osnabrück reduzierte sich im Vergleich zum April um 0,2 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent, lag damit gar 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Foto: Jens Kalaene/dpaDie Arbeitslosenquote für die Region osnabrück reduzierte sich im Vergleich zum April um 0,2 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent, lag damit gar 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Foto: Jens Kalaene/dpa

Osnabrück. Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Osnabrück, zu dem die Geschäftsstellen Bersenbrück, Georgsmarienhütte, Melle und Osnabrück gehören, sank im Mai merklich auf 12.763. Im Vergleich zum April waren somit 452 Personen, im Vorjahresvergleich 919 Menschen weniger arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich im Vergleich zum April um 0,2 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent, lag damit gar 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Sämtliche Personengruppen unter den Arbeitslosen profitierten von der Entwicklung. „Wir haben derzeit eine ungeheure Dynamik auf dem Arbeitsmarkt“, erklärt Jutta Guthardt, operative Geschäftsführerin der Osnabrücker Arbeitsagentur. „Die Arbeitgeber – vor allem aus dem Handel, Gastgewerbe, verarbeitenden Gewerbe sowie dem Gesundheitssektor – haben in den vergangenen Wochen enorm viele neue Stellen an uns herangetragen. Die Betriebe wollen einstellen und machen das auch. Gerade in der Stadt haben zuletzt viele Arbeitslose eine neue Stelle gefunden.“ So schafften allein in Osnabrück 583 zuvor Arbeitslose den Sprung in Arbeit – im Vorjahresvergleich ein Sprung um 13 Prozent.

6000 offene Stellen

Die Perspektive sei auch für die derzeit noch Arbeitslosen angesichts über 6000 offener Stellen im Bezirk vielversprechend, so Guthardt. Das bezeuge auch eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB): „Viele Arbeitgeber setzen neben der fachlichen Qualifikation insbesondere auf Zuverlässigkeit und Motivation“, erläutert Guthardt. „Die Chancen standen also für Bewerber, die vielleicht nicht auf den ersten Blick passen, oder auch Langzeitarbeitslose noch nie so gut, einen Job zu finden. Zunächst muss die Einstellung stimmen, daran wollen wir gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden arbeiten. Und wenn es dann an Qualifikation mangelt, greifen wir ein, fördern und sorgen für die notwendige Weiterbildung – teilweise auch während der Beschäftigung.“

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung, die neben Arbeitslosen auch Personen erfasst, die Arbeit suchen, jedoch zum Beispiel derzeit an (Qualifizierungs-)Maßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden, umfasste im Mai 18066 Personen – 467 weniger als im Vormonat (minus 2,5 Prozent) und 1418 weniger als vor einem Jahr (minus 7,3 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote lag mit 6,0 Prozent um 0,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Arbeitslosenquote in der Stadt bei 6,9 Prozent

In der Stadt Osnabrück wurden 6512 arbeitslose Menschen gezählt, 395 weniger als vor einem Jahr – aktuell eine Arbeitslosenquote von 6,9 Prozent (Mai 2017: 7,5 Prozent). 1801 Personen waren bei der Arbeitsagentur in der Stadt Osnabrück arbeitslos gemeldet, ein Rückgang um 113 Menschen gegenüber dem Vorjahr (minus 5,9 Prozent). Beim Jobcenter Osnabrück waren 4711 Personen als arbeitslos registriert – ein Minus von 282 Menschen im Vergleich zum Mai 2017 (minus 5,6 Prozent).

Im Landkreis blieb die Arbeitslosenquote mit 3,1 Prozent um 0,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau. So waren 6251 Menschen ohne Arbeit und damit insgesamt 524 weniger als im Mai 2017. 3.023 Arbeitslose (299 weniger als im Mai des Vorjahres) zählte die Arbeitsagentur, hinzu kamen 3228 Personen beim Jobcenter des Landkreises („Maßarbeit“) – ein Rückgang um 225 Personen gegenüber dem Vorjahresmonat.

Langzeitarbeitslosigkeit

Exakt 4839 Personen zählten im Mai zu der Gruppe der Langzeitarbeitslosen, ein Rückgang um 55 Männer und Frauen im Vorjahresvergleich. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung umfasste die Gruppe insgesamt 664 Personen (2017: 667), in der Grundsicherung waren es 4.175 Menschen (2017: 4.384). Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an der Gesamtzahl Arbeitsloser im Agenturbezirk stieg im Jahresvergleich: Waren im Mai 2017 „nur“ 36,9 Prozent aller Arbeitslosen langzeitarbeitslos, galt dies im Mai 2018 bereits für 37,9 Prozent.