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28.05.2018, 17:05 Uhr KOMMENTAR

Das digitale Klassenzimmer

Kommentar von Dietmar Kröger

Smart- oder Whiteboards gehören nicht selbstverständlich zur Ausstattung in einer Klasse. In vielen Schulen regieren nach wie vor Tafel und Kreide. Foto: Swaantje HehmannSmart- oder Whiteboards gehören nicht selbstverständlich zur Ausstattung in einer Klasse. In vielen Schulen regieren nach wie vor Tafel und Kreide. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Eine Tafel und ein Stück Kreide – damit erschöpft sich auch heute noch die Ausstattung der meisten Klassenzimmer. Nur zur Erinnerung: Das sind jene Räume, in denen der bundesdeutsche Nachwuchs auf sein Leben in Studium und Berufswelt vorbereitet wird.

Dass ein Land, in dem Kinderzimmer im IT-Bereich besser ausgerüstet sind als Klassenräume, noch leidlich in einer hoch technisierten Welt Schritt halten kann, grenzt schon fast an ein Wunder. Um so löblicher ist es, dass die Stadt die Zeiten gut gefüllter Kassen nutzt und die Digitalisierung ihrer Schulen vorantreibt. Dieser längst überfällige Schritt bedarf noch des Segens aus der Politik. Der ist zwar wahrscheinlich – wer will sich schon gegen eine zukunftsgewandte Ausbildung unserer Kinder stellen –, könnte aber wegen der avisierten Personalkosten den Damen und Herren des Rates nicht ganz so flüssig über die Lippen gehen.

Gefragt sind aber auch die Schulen und ihr lehrendes Personal. Alle Investitionen in digitale Technik sind nichts wert, wenn sie im Unterricht nicht eingesetzt werden. Die Bereitschaft zur Fort- und Weiterbildung ist wichtiger Bestandteil für eine erfolgreiche Umsetzung des Medienentwicklungsplans. Hier ist das Land gefordert, seine Lehrer von anderem unnötigen Ballast zu befreien und so die notwendigen Freiräume zu schaffen.


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