Götter, Helden und Theaterspaß Premiere von Theatermäuse-Produktion „Odysseus, zieh los!“

Von Uta Biestmann-Kotte

Die schwarz gekleideten Kinder posieren als antike Götterstatuen zwischen den Zuschauern. Foto: Hermann PentermannDie schwarz gekleideten Kinder posieren als antike Götterstatuen zwischen den Zuschauern. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. In ihrer neuen Eigenproduktion „Odysseus, zieh los!“ befassen sich die Theatermäuse mit antiken Göttern und Helden der griechischen Mythologie.

„Die Ausstellung ist eröffnet!“ Zwischen den Stuhlreihen posieren schwarz gekleidete Kinder als antike Götterstatuen, die nach Verschwinden einer goldenen Kiste Odysseus zu Hilfe rufen. Die Aufforderung „Odysseus, zieh los!“ ist auch Titel der neuen Eigenproduktion der Theatermäuse, die am Samstag als Kooperation von Theater Osnabrück und Kulturgeschichtlichem Museum Osnabrück im Oberlichtsaal des Museums Premiere hatte. Mit Musiktheater-und Konzertpädagogin Marie-Louise Tralle entwickelten die zwölf Theatermäuse im Alter zwischen acht und 13 Jahren ein 60-minütiges Stück mit Tanz-und Gesangseinlagen, in dem sich Menschen, antike Götter und Helden der griechischen Mythologie ziemlich ähnlich sind. So hantieren die Götter ganz selbstverständlich mit Handys, tippen SMS und ahnen nicht, dass sich die verschwundene Kiste im Rucksack eines Besucherkindes befindet.

Durch fliegende Rollenwechsel konnte jedes Kind sein darstellerisches Talent zeigen. So wurde etwa der Odysseus-Part aufgeteilt zwischen Jannes Peinz, Noah Adams Villanueva, Lennart Stiening, Jakob Prior und Julien Möller - optisch klar erkennbar durch das Überstreifen eines weißen T-Shirts. Nach ähnlichem Prinzip wechselten sich Lilia Ludger, Antonia Stiening, Anna-Luba Klei, Fenja Hanke und Caricia Klei in der Rolle der Odysseus-Gefährtin Atalante ab. Im Laufe des Stückes kam es in Kanada zu einem Treffen mit einem Zyklop, in Sibirien logierte die mondäne Circe und auf Hawaii der Windgott Aiolos. In lustige Einlagen verblüffte Leonid Himmelspach als Circes Diener mit seinen Russischkenntnisen, während Livana Schoo als Kellnerin das Besucherkind samt Mutter bediente. Mit einem Konzert der Sirenen endete die gelungene Verquickung von realer Welt und Götterwelt.


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