Über 200 Teilnehmer beim Flashmob Hip-Hop und Helene Fischer vor dem Osnabrücker Dom

Von Anke Herbers-Gehrs

Auf dem Osnabrücker Domhof wurde jetzt getanzt – ein Flashmob der Aktion „Gesunde Stunde“ erzeugte Gänsehautstimmung. Foto: Hermann PentermannAuf dem Osnabrücker Domhof wurde jetzt getanzt – ein Flashmob der Aktion „Gesunde Stunde“ erzeugte Gänsehautstimmung. Foto: Hermann Pentermann

ahg Osnabrück. Ein sommerlicher Samstag mit strahlendem Sonnenschein mitten in Osnabrück. Vor dem Dom, in der Nähe des Marktes sind viele Menschen unterwegs. Aber diesmal sind es auffällig viele Kinder, einige in Schul-Shirts. Und warum läuten die Glocken des Doms schon um 20 vor zwölf?

Die Antwort kommt fünf Minuten später. Aus großen Boxen ertönt Musik, die vielen Leute auf dem Domvorplatz gruppieren sich zu einem großen Kreis, und einige Mädchen und Frauen beginnen in seiner Mitte zu ruhigen Klängen aus dem Film „Forrest Gump“ zu tanzen. Sie machen den Anfang: Beim nächsten Song strömen von allen Seiten Menschen in die Mitte, Kinder, Frauen und auch ein paar Männer, über 200 tanzen schließlich begeistert zu Hip-Hop-Klängen und „Herzbeben“ von Helene Fischer.

Perfektes Wetter

„Das Wetter könnte nicht perfekter sein“, so die Organisatorin des Flashmobs, Silke Tegeder-Perwas. Mit der knapp zehn Minuten dauernden Tanzveranstaltung wird das zehnjährige Bestehen der „Gesunden Stunde“ gefeiert, eine Initiative für Bewegung, Entspannung und ausgewogene Ernährung in der Familie, die dafür wirbt, eine Stunde am Tag gemeinsam etwas Gesundes zu unternehmen. Sie kooperiert mit Grundschulen: An einem Nachmittag im Monat sind Schüler samt Eltern zu einer Aktion rund um die Gesundheit eingeladen, wie Rope-Skipping, Eltern-Kind-Massagen, Hofbesichtigungen und eben Tanz.

Begeistert dabei

Tanzpädagogin und Musicaldarstellerin Cecilia Korte hat die Choreografie für den Flashmob mit den Kindern einstudiert, die begeistert dabei waren. Dazu kam sie zu zwei Terminen an jede der beteiligten zehn Schulen aus Stadt- und Landkreis Osnabrück. Außerdem übten die Lehrkräfte selbst mit den kleinen Tänzern im Sportunterricht oder in einer „bewegten Pause“. Eltern konnten spontan mitmachen und die Schritte bei der Generalprobe im Hof des nahen Carolinums üben, das die Aktion gerne unterstützt hat. Finanziell gesponsert wurde der Flashmob von der Betriebskrankenkasse BKK Firmus. Zu weiteren regelmäßigen Förderern der „Gesunden Stunde“ zählen der Landkreis Osnabrück, die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, die AudiBKK, die pronova BKK, die Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück und die VGH. Sie sorgen dafür, dass alle Veranstaltungen kostenlos angeboten werden können.

Der Spaß an der Sache war allen Beteiligten anzusehen

„Etwas Gleichartiges in dieser Aktivität gibt es sonst nicht“, sagt Gerhard Bojara, Leiter des Gesundheitsdienstes für Stadt und Landkreis Osnabrück und erster Vorsitzender des Vereins „Gesunde Stunde“. Ideengeber war 2005 Norbert Albers, Chefarzt am Christlichen Kinderhospital Osnabrück. 2008 ging das Projekt an den Start, und inzwischen gehören 16 Schulen zu den Kooperationspartnern.

Auf dem Osnabrücker Domhof wurde jetzt getanzt – ein Flashmob der Aktion „Gesunde Stunde“ erzeugte Gänsehautstimmung. Foto: Hermann Pentermann

Allen Beteiligten ist der Spaß an der Sache anzusehen, und obwohl es noch sehr heiß werden soll, bleiben sie gerne zur zweiten Vorführung des Flashmobs. Auch die Mitarbeiter des NDR, die an diesem Tag auf dem Domhof zu Gast sind, um „20 Jahre NDR Info“ zu feiern, sind von dem Engagement beeindruckt. Das Team um die Moderatoren Hubertus Meyer-Burckhardt und Birgit Langhammer und den Sänger Stefan Gwildis unterbricht kurzerhand sein Bühnenprogramm und empfiehlt den Zuschauern, sich in Ruhe den Flashmob anzuschauen.