Fünf neue Graduiertenkollegs Uni Osnabrück steckt Millionen in Ausbildung von Doktoranden

Von Julian Krauskopf

Insgesamt 7,2 Millionen Euro fließen an der Universität Osnabrück in neue Graduiertenkollegs zur Ausbildung von Doktoranden. Foto: Colourbox.deInsgesamt 7,2 Millionen Euro fließen an der Universität Osnabrück in neue Graduiertenkollegs zur Ausbildung von Doktoranden. Foto: Colourbox.de

Osnabrück. Insgesamt 7,2 Millionen Euro fließen an der Universität Osnabrück in neue Graduiertenkollegs zur Ausbildung von Doktoranden. Drei werden mit hochschuleigenen Mitteln finanziert, zwei weitere von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Robert-Bosch-Stiftung.

„Unser großes Anliegen ist es, junge Menschen bei ihrer wissenschaftlichen Weiterentwicklung systematisch zu unterstützen, denn der wissenschaftliche Nachwuchs ist der Motor der Forschung“, sagt Susanne Menzel, Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung an der Universität Osnabrück. Die neu entstehenden Graduiertenkollegs bieten Doktoranden die Möglichkeit, in einem strukturierten Forschungs- und Qualifizierungsprogramm auf hohem fachlichen Niveau zu promovieren. Aufbauend auf ihrem 2016 verabschiedeten „Zukunftskonzept UOS 2020“ will die Uni so auch die Profilierung von Forschung und Lehre vorantreiben.

Geld für 40 Doktoranden

Das Graduiertenkolleg „Computational Cognition“ des Instituts für Kognitionswissenschaft erhält ab 1. Oktober 2018 insgesamt 3,1 Millionen Euro von der DFG, verteilt über viereinhalb Jahre. Aufgabe dieser Doktorschmiede ist es, Intelligenz bei Menschen und Maschinen besser zu verstehen. „Exemplarisch werden solche Probleme bearbeitet, die für den Menschen einfach sind, aber für künstliche Systeme immer noch als schwierig gelten“, erläutert Professor Gordon Pipa. Bis zu zehn Nachwuchswissenschaftler können an diesem Graduiertenkolleg teilnehmen.

Das beim Institut für Gesundheitsforschung und Bildung angesiedelte Graduiertenkolleg „Interprofessionelle Lehre in den Gesundheitsberufen“ wird ebenfalls ab Oktober mit 1,1 Millionen Euro von der Robert-Bosch-Stiftung unterstützt. In Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München können hier bis 2021 zwölf Doktoranden aus Ergotherapie, Logopädie, Pflege, Medizin und Physiotherapie promovieren. Das Graduiertenkolleg leiste einen Beitrag zur Verbesserung der Patientenversorgung in einem Gesundheitssystem, das immer stärker von Teamleistungen bestimmt werde, erklärt die Osnabrücker Projektleiterin Ursula Walkenhorst.

Hochschuleigenes Programm

Darüber hinaus steckt die Uni Osnabrück selbst drei Millionen Euro in zusätzliche Graduiertenkollegs. Zehn Initiativen aus allen Fachbereichen hatten sich für das hochschuleigene Programm beworben. Drei wurden von einem externen Gutachtergremium ausgewählt: „EvoCell – Zelluläre Mechanismen und evolutionäre Innovation“ beschäftigt sich mit den Grundlagen evolutiver Entwicklungsprozesse auf der Ebene der Zellen. Das Graduiertenkolleg „Vertrauen und Akzeptanz in erweiterten und virtuellen Arbeitswelten“ untersucht Vor- und Nachteile von technischen Innovationen wie tragbaren Endgeräten und intelligenter Sprachsteuerung. Das Projekt „Religiöse Differenzen gestalten. Pluralismusbildung im Christentum und Islam“ geht der produktiven Gestaltung religiöser Differenzen auf den Grund. Pro Kolleg werden bis zu sechs Doktoranden ausgebildet.