Der Kulturausschuss tagte Nichts Neues zur Proberaumsituation in der Stadt

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Cellist Willem Schulz hat schon öfter Architektur mit Klängen erkundet. Nun wird er dies im Nussbaum-Haus tun. Foto: Elvira PartonCellist Willem Schulz hat schon öfter Architektur mit Klängen erkundet. Nun wird er dies im Nussbaum-Haus tun. Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Nichts Neues zur Proberaumsituation in der Stadt, aber viel Konkretes über die Jubiläen von Felix-Nussbaum-Haus und Justus Möser war in der jüngsten Kulturausschusssitzung im Osnabrücker Stadthaus zu erfahren.

Nicht viel Neues erfuhren einige daran interessierte Gäste der jüngsten Kulturausschusssitzung über die Proberaumsituation in Osnabrück. Kulturdezernent Wolfgang Beckermann berichtete zwar von intensiven Gesprächen, die schon einiges geklärt hätten. Aber davon sei vor der Sommerpause noch nichts öffentlich spruchreif. Nichtsdestotrotz würden auch in der Sommerpause in diesem auch „überparteilich gut funktionierenden“ Klärungsprozess kommuniziert und wegweisende Entscheidungen vorbereitet.

Die Freunde stehen fest

Mehr Klarheit gibt es für das Projekt „20 Jahre: 20 Tage. Freunde zu Gast im Felix-Nussbaum-Haus“, wie die Leiterin des Fachbereiches Kultur der Stadt, Patricia Mersinger, ausführte. Denn die zwanzig Freunde stehen fest, die das nach seiner Jubiläumsfeier am 14. Juli leer geräumte Nussbaum-Haus bespielen sollen. Nach dem Jubiläumsbesuch des Architekten Daniel Libeskind sollen täglich wechselnde Ausstellungen die Architektur des Hauses in ein anderes Licht, einen neuen Kontext setzen.

Das nehmen sich nun Kultureinrichtungen wie Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück, Unabhängiges Filmfest, Felix-Nussbaum-Gesellschaft, Remarque-Friedenszentrum. Fokus, Tanztheater Stakkato, Circus Fanta, Filmclub Baukultur und das Ensemble für zeitgenössische Musik der Uni Osnabrück vor. Dabei sind aber auch Künstler wie Eva Dankenbrink, Franz Greife, Margit Rusert/Christine Vennemann und Tim Roßberg mit Kunst-, Raum- oder Lichtinstallationen, Yup + Ort(en) mit Performancekunst, Willem Schulz & das Trio geplante Obsoleszenz mit einer Klangperformance, Angela von Brill mit Fotoworkshop und Selfie-Station, Nele Jamin mit einem Atelier für Kinder, Daniela Boltres mit literarischen Texten von Flüchtlingen, Stella‘ s Morgenstern mit einem Konzert und Rezitation.

Möser und die Graphic Novel

Noch ein Jubiläum gilt es zu feiern: im Jahr 2020 den 300. Geburtstag des Osnabrücker Juristen, Staatsmannes und Schriftstellers Justus Möser. Neu geplant sind eine wissenschaftliche Tagung und eine Sonderausstellung, die im Stil einer Graphic Novel die Lebensthemen Mösers comicartig und damit „völlig anders als üblich“, so Mersinger, bearbeiten soll. In der Hoffnung, die auch Brigitte Neumann (CDU) bekräftigte, auch Kinder und Jugendliche mit dem Gelehrten vertrauter zu machen als bisher. Federführend für beides ist der Landschaftsverband.

Nachdem Intendant Ralf Waldschmidt dem Ausschuss die Pläne des Osnabrücker Theaters für die Spielzeit 2018/19 kurz und prägnant vorgestellt hatte, sprach Florian Rzepkowski über seinen Neustart als Leiter des Osnabrücker Figurentheaters in der Alten Fuhrhalterei und seine damit verbundene Neuausrichtung der Bühne (wir berichteten). Unseren Bericht dazu lesen Sie hier.


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