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Leckereien von deftig bis süß Restaurant „Arabesque“ verkauft seit 20 Jahren auf der Osnabrücker Maiwoche Falafel und Crêpes

Von Tom Bullmann

<em>Ein eingespieltes Team: </em>(von links) Dominique Nagel-Odeh, Malek Ghorbel und Amer Odeh. Foto: Tom BullmannEin eingespieltes Team: (von links) Dominique Nagel-Odeh, Malek Ghorbel und Amer Odeh. Foto: Tom Bullmann

Osnabrück. „Was ist denn eigentlich Falafel?“ Die Frage hört Malek Ghorbel zurzeit ziemlich oft, obwohl das Gericht seit den 1980er-Jahren auch in Deutschland angeboten wird. Am liebsten würde er kurz und bündig antworten, Falafel sei die arabische Currywurst, denn das Gericht ist im Nahen und Mittleren Osten der beliebteste Imbiss.

Da Ghorbel aber auf der Großen Straße in einem Pagodenzelt steht und Falafel zubereitet und verkauft, antwortet der aus Tunesien stammende BWL-Student der potenziellen Kundschaft geduldig, dass es sich um frittierte Bällchen aus pürierten Kichererbsen mit Kräutern handelt, die mit Salat und Soße in einem Fladenbrot serviert werden.

„Arabesque“ prangt in großen Buchstaben über dem dreiteiligen Pagodenzelt an der Einmündung der Georgstraße auf die Große Straße . Seit fast 20 Jahren verkauft das Betreiber-Ehepaar des gleichnamigen Osnabrücker Restaurants , Dominique Nagel-Odeh und Amer Odeh, hier während der Maiwoche seine Leckereien. 1994 starteten sie mit französischen Crêpes , später folgten Falafel und Shawarma als arabische Spezialitäten. Seine beiden Abteilungen hat das Paar sauber getrennt: „In der Zeit, in der die Frauen einen Crêpe fertig haben, habe ich bestimmt drei Falafel verkauft“, sagt Amer mit einem verschmitzen Lächeln und erntet einen bösen Blick von seiner Frau. Zu Recht, denn er hat nicht berücksichtigt, dass im Restaurant „Arabesque“ am Adolf-Reichwein-Platz aufwendige Vorbereitungen für die arabischen Gerichte nötig sind: Die Kichererbsenmasse mit den exotischen Gewürzen muss zubereitet werden, das Hühnchenfleisch für das Shawarma geschnitten und mariniert, der Salat und die verschiedenen Saucen vorbereitet. Mindestens zweimal pro Tag werden die frischen Zutaten aus dem Kühlhaus des Restaurants mit einem Bollerwagen zum Maiwochenstand gefahren.

Dagegen ist der Teig für die dünnen Pfannkuchen schnell zubereitet. Füllungen wie Marmelade oder Schokolade werden fertig gekauft.

Süße Eigenkreation

„Crêpes werden fast nur von Frauen und Kindern bestellt“, erzählt Dominique, während sie die Teigmasse mithilfe eines hölzernen Glättstäbchens im geübten Schwung hauchdünn auf einer heißen, gusseisernen Platte verteilt. Und was ist der beliebteste Belag? Ohne Zögern antwortet sie: „Nutella“. Aber Dominique Nagel-Odeh hat auch eine Fangruppe, die nur darauf wartet, dass sie während der Maiwoche endlich wieder ihre eigene Kreation anbietet: Matschcrêpe. In Anlehnung an das legendäre Matschbrötchen, in dem man als Schulkind einen Schokokuss zerquetschte, drückt sie die schwarz-weiße Masse aus Zucker und Schokolade jetzt in eine Crêpe.

„Der Job macht Spaß“, erklärt Arabesque-Mitarbeiter Ghorbel in einer kurzen Pause. Stress gebe es nur, wenn die Kunden Schlange stehen und sich jemand beschwert, dass der Salat im Fladenbrot kalt ist …


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