Neuer Regionalzug ab Dezember 2019 Grünes Licht für RRX zwischen Osnabrück und Münster

Von Sebastian Stricker

Der Rhein-Ruhr-Express (RRX) soll ab Ende 2019 von Düsseldorf über Münster bis nach Osnabrück fahren. Das bedeutet für Fahrgäste aus der Region zahlreiche Verbesserungen. Foto: SiemensDer Rhein-Ruhr-Express (RRX) soll ab Ende 2019 von Düsseldorf über Münster bis nach Osnabrück fahren. Das bedeutet für Fahrgäste aus der Region zahlreiche Verbesserungen. Foto: Siemens

Osnabrück. Das Bundesverkehrsministerium hat die Weichen für eine Anbindung Niedersachsens an den Rhein-Ruhr-Express (RRX) gestellt. Damit kann der neue Regionalzug wie geplant ab Dezember 2019 von Düsseldorf über Münster bis nach Osnabrück fahren.

Wie das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium unserer Redaktion auf Nachfrage mitteilte, habe der Bund als Geldgeber keine Einwände gegen das Vorhaben. Dies sei das Ergebnis einer jüngst abgeschlossenen Prüfung. 

Nutzen-Kosten-Verhältnis in Ordnung

Das Bundesverkehrsministerium habe dem Land in der zweiten Maiwoche bestätigt, dass „nach den uns nunmehr vorliegenden gutachterlichen Einschätzungen gegen eine Verlängerung des RRX 7 von Münster nach Osnabrück (ohne zusätzliche Streckeninvestitionen dort) keine Bedenken bestehen“. Das Nutzen-Kosten-Verhältnis der Ausbauten auf der RRX-Kernachse Dortmund-Köln verschlechtere sich durch diese Angebotsveränderungen nicht. (Weiterlesen: RRX hebt Qualität im regionalen Bahnverkehr)

Fahrplankonzept in der Abstimmung

Die beteiligten Aufgabenträger NWL (Nahverkehr Westfalen-Lippe) und LNVG (Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen) planen, die heutige Regionalexpress-Linie RE 2 von Düsseldorf über Essen und Recklinghausen nach Münster ab Dezember 2019 als RRX 7 stündlich bis Osnabrück  zu führen. Das genaue Fahrplankonzept zwischen Münster und Osnabrück sei jedoch zwischen NWL und LNVG noch nicht endgültig abgestimmt, erklärte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Verkehrsministeriums. Zu welchen Zeiten der Rhein-Ruhr-Express auf diesem Abschnitt fahren könne, hänge vom Fern- und Güterverkehr ab sowie von der Regionalbahn-Linie RB 66 (Teuto-Bahn), außerdem von Anschlussbeziehungen in Osnabrück.

Bedienung der Zwischenhalte offen

„Auch die Bedienung der Zwischenstationen ist noch nicht festgelegt“, so der Sprecher weiter. Mithin bleibt offen, ob der RRX 7 künftig nur in Münster und Osnabrück hält oder sogar unterwegs. Entlang der Strecke befinden sich weitere Bahnhöfe in Westbevern, Ostbevern, Kattenvenne, Lengerich, Natrup-Hagen und Hasbergen.


Rhein-Ruhr-Express (RRX)

Mit dem RRX sind nach Angaben von Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) Investitionen in Höhe von 4,3 Milliarden Euro verbunden. Über 2,6 Milliarden Euro fließen in den Ausbau von Schienen und Bahnhöfen, zusätzliche 1,7 Milliarden Euro in die Beschaffung und Instandhaltung von 82 Triebwagen. Mit mehr Qualität, Pünktlichkeit und Komfort soll der RRX über 24.000 Personenfahrten von der Straße auf die Schiene verlagern. Das entspricht laut NWL einer Autokolonne von 100 Kilometer Länge.

Das Fahrzeugkonzept kombiniert laut Hersteller Siemens hochwertige Ausstattung mit modernster Technik. Jede Zugeinheit vom Typ Desiro HC (Höchstgeschwindigkeit 160 km/h) besteht aus vier Wagen, von denen die beiden mittleren doppelstöckig sind. Insgesamt stehen 400 Sitzplätze zur Verfügung. Die Züge sind in den Farben Weiß, Grau, Schwarz und Orange gehalten. Darüber hinaus bietet der RRX drahtlosen Internetzugang und Steckdosen im gesamten Zug, in der ersten Klasse außerdem Klapptische und Leseleuchten.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN