Spoo-Keßling Leiterin der Franz-Hecker-Schule Neue Kapitänin für das Schulschiff Franzi

Von Dietmar Kröger


Osnabrück. Zwei Jahre lang hat sie als Lotsin die Geschicke der Franz-Hecker-Schule gelenkt, seit Donnerstag ist Heike Spoo-Keßling ganz offiziell die Kapitänin auf dem von ihrem Kollegium so getauften Schulschiff „Franzi“.

Abgesandte der Landesschulbehörde, der Stadtverwaltung, der benachbarten Schulen, aber vor allem die Schüler, Kollegen und Elternvertreter freuten sich über die Beförderung ihrer „Heike“ und zelebrierten dementsprechend die Amtseinführung mit einer bunten Feierstunde. Und wer könnte die geladenen Gäste bei einem solchen Anlass besser begrüßen als die Schülervertreter? Micha aus der vierten Klasse und seine Moderatorenkollegin Laura aus der Dritten führten professionell durch das Programm und luden als Ersten Dezernent Wilfried Gillmann von der Landesschulbehörde ein, den Reigen der Redner zu eröffnen.

Zahlreiche Aufgaben

Die Leitung einer Grundschule kommt mit ihren zahlreichen Aufgaben der Geschäftsführung eines kleinen Unternehmens gleich. Vor allem der Verwaltungsaufwand hat sich in den vergangenen Jahren vervielfacht. Um diese Tatsache weiß auch Gillmann, der mit einer nicht ernst gemeinten Stellenanzeige das multifunktionale Aufgabenprofil für Schulleiter auf die Schippe nahm. Spoo-Keßling habe in den zurückliegenden Jahren gezeigt, dass sie der komplexen Aufgabe gewachsen sei, wurde Gillmann dann wieder ernst. In Niedersachsen fehlten etwa 150 Schulleiter, nahm Schuldezernent Wolfgang Beckermann den von Gillmann ins Feld geworfenen Ball auf. Von Schulleitern würden in heutiger Zeit Managementfähigkeiten erwartet, die weit über den pädagogischen Bereich hinausgingen. Beckermann freute sich, dass die Franz-Hecker-Schule eine Leiterin gefunden habe, die in den vergangenen zwei Jahren ihre Fähigkeiten als „Managerin eines erfolgreichen kleinen Schulbetriebs“ bewiesen habe.

Sympathie und Vertrauen

Spoo-Keßling, die über die Ausbildung zur Erzieherin in den Beruf der Grundschullehrerin kam und unter anderem acht Jahre an einer deutschen Schule in Rom gearbeitet hat, freute sich im Beisein ihrer Familie über die ihr entgegengebrachte Sympathie und das Vertrauen. Mit Flötenspiel, Gesang und Gedichten hatten ihre Schüler sie begrüßt. Und auch ein Geschenk hatten sie für ihre neue Rektorin gebastelt: zwei Bilderrahmen, jeder bestückt mit den auf den Boden von Streichholzschachteln gezeichneten Selbstporträts der Schüler.

Kapitänin Spoo-Keßling an Bord

Die Mädchen und Jungen hatten beim Unterhaltungsprogramm mit Gedichten, Gesang und Tanz ordentlich vorgelegt, was wohl als Ansporn für das Kollegium gesehen werden darf, denn das Team legte sich auf dem selbst kreierten Schiff „Franzi“ mächtig in die Ruder. Der Kahn kam aber erst so richtig in Fahrt, als die Kapitänin Spoo-Keßling an Bord war und das Steuerrad in die Hand nahm. Die steht nun seit Donnerstag auf der Brücke und wird die „Franzi“ in den kommenden Jahren durch die nur selten spiegelglatte See der niedersächsischen Schullandschaft steuern.