Die gute Küche in Osnabrück Neue Unterrichtsräume für Berufsschule Westerberg

Von Dietmar Kröger

In den Räumen der Konditorei probierte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert die von den Auszubildenden zubereiteten Köstlichkeiten. Foto: Hermann PentermannIn den Räumen der Konditorei probierte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert die von den Auszubildenden zubereiteten Köstlichkeiten. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Vielleicht ist es die Zahl der Anekdoten, die sich erzählen lassen, wenn man die Dauer eines Bauprojekts in einen zeitlichen Rahmen fassen will. Im Berufsschulzentrum Westerberg kommt da einiges zusammen, zumindest für den Fachbereich Ernährung. Der konnte jetzt endlich seine neuen Räume offiziell übernehmen.

Es ist schon einige Jahre her, dass es dem Bürgermeister bei einem offiziellen Termin im Berufsschulzentrum Westerberg in die von den Schülern mit Liebe gekochte Suppe regnete. Und das nicht etwa, weil er bei Regen die kulinarische Köstlichkeit auf dem Schulhof genießen wollte, sondern weil es schlicht durch das Dach des Gebäudes regnete. Schulleiter Franz Josef Papenbrock hätte sicherlich noch allerlei andere Anekdoten zum Besten geben können, er beließ es bei der offiziellen Einweihung des vor wenigen Wochen fertiggestellten Neubautraktes der Schule für die Ausbildungsbereiche Gastronomie und Ernährung aber bei dieser kleinen Geschichte. Jede gute Rede zeichnet sich ja doch durch ihre Kürze aus und muss nicht zwangsläufig die Genese eines Projekts zeitlich proportional widerspiegeln.

Hochmoderne Ausbildungsstätte

Und so kam Papenbrock denn auch schnell auf den Punkt, dankte allen Beteiligten aus Rat, Verwaltung, Planern und Bauunternehmen für die gute Zusammenarbeit und die gelungene Umsetzung des Projekts, bei dem die Schule jederzeit ihr Mitspracherecht habe geltend machen können und mit ihren Wünschen wahrgenommen worden sei. Am Ende ist also an der Berufsschule am Fuße des Westerberges für die jungen Auszubildenden eine ansehnliche und hochmoderne Ausbildungsstätte mit etwa 1000 Quadratmeter Nutzfläche entstanden. Ob Auszubildender im Bäcker-, Fleischer- oder Kochhandwerk sowie im Gastro- oder Restaurantbereich – in den jeweiligen Fachräumen mit ihren angrenzenden Unterrichts- und Versorgungsräumen dürfte sich in Zukunft gut lernen lassen, ohne dass den Schülern und ihren Lehrern tröpfelndes Regenwasser die Suppe verdünnt und die Laune vermiest.

Wesentlicher Bestandteil des Bildungssystems

„Es war ein langer Weg, der nicht immer einfach war“, erinnerte auch Oberbürgermeister Wolfgang Griesert an die Geschichte des Neubaus, der durch städtische Mittel, aber auch durch Mittel aus dem von der Bundesregierung aufgelegten Konjunkturpaket II möglich geworden sei. Die Berufsschule sei ein wesentlicher Bestandteil des Bildungssystems. „Wir haben hier gemeinsam alles richtig gemacht“, so Griesert.

„Es liegen noch nicht alle Rechnungen vor, aber wir werden unter der Kostenkalkulation von 5,6 Millionen Euro bleiben“, so Dirk König und Ludger Rasche vom Eigenbetrieb Immobilien, der die Arbeiten bei diesem Projekt zu einem überwiegenden Teil in Eigenregie durchgeführt hat. Küchen für den Gastrobereich, eine Fleischerei, Konditorei und Bäckerei, ein Restaurant, Kühlräume und Unterrichtsräume haben sie in dem Neubau untergebracht, selbstverständlich inklusive aller Versorgungseinrichtungen.

  • Einladung zum Imbiss

Architekt Veit Stefener lobte die Zusammenarbeit aller am Bau Beteiligten vor den Gästen aus Politik und Stadt- und Schulverwaltung sowie den Lehrern und Schülern. Die untermalten den kleinen Festakt in der Pausenhalle der Schule mit einem von einer der Sprachlernklassen selbst komponierten und getexteten Lied, während ihre Kollegen die Gäste in den Fachräumen und im Restaurant zu einem kleinen Imbiss einluden.


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