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Osnabrücker spenden für Skatehalle Bau von Strom- und Wasserleitungen ist gesichert

Von Thomas Wübker

Weitermachen kann die Skatehall. Der Präsident des Osnabrücker Clubs, Fritz Brickwedde (links), informierte sich vor Ort bei Zeljlko Dumonic und Daniel Labude (rechts). Foto: Thomas WübkerWeitermachen kann die Skatehall. Der Präsident des Osnabrücker Clubs, Fritz Brickwedde (links), informierte sich vor Ort bei Zeljlko Dumonic und Daniel Labude (rechts). Foto: Thomas Wübker

Osnabrück. Die Skatehalle im Hasepark braucht Geld für die Strom- und Wasserversorgung und die Osnabrücker wollen helfen. Aufgrund eines Berichts in dieser Zeitung haben sich mehrere Unterstützer gemeldet. Die nahe Zukunft der Skatehalle ist erstmal gesichert.

Am Dienstag informierte sich Fritz Brickwedde als Präsident des Osnabrücker Clubs vor Ort. Dessen Stiftung möchte 5000 Euro dazu schießen, falls der benötigte Betrag von etwa 15000 Euro zusammen kommt. Vor zwei Wochen erfuhr nicht nur Fritz Brickwedde durch einen Artikel in dieser Zeitung vom Bedarf der Skatehalle und wurde aktiv. 


Zeljko Dumonic und Daniel Labude aus dem Vorstand des Vereins für Musikförderung in der Region Osnabrück, der die Skatehalle betreibt, berichteten, dass sich mehrere Unterstützer bei ihnen gemeldet hätten. Neben dem Osnabrücker Club wollen auch der Verein Osnabrücke und der Architekt Bernd Dälken die Skatehalle vor dem Aus schützen. Wegen der Insolvenz des Vermieters der Halle wurde die Stromversorgung gekappt. Im März zerstörte der Frost die Wasserzufuhr. Momentan behilft sich der Verein. Bis zum Winter müssen diese Leitungen repariert sein. Dumonic sagt, die Stadtwerke hätten die Kosten auf 15000 bis 20000 Euro beziffert. Die Vereinsmitglieder wollen die Ausgaben durch Eigenleistung mindern. „Hier gibt es aber noch mehr Baustellen“, betont Dumonic und verweist beispielhaft auf die maroden Sanitäranlagen. Jeder Euro werde gebraucht, sagt er.

„Die sportlichen und musikalischen Angebote der Skatehalle sind für das bunte Leben in Osnabrück wichtig“, sagte Fritz Brickwedde. Er habe im Vorstand des Osnabrücker Clubs für die Unterstützung der Skatehalle geworben, berichtete er. Die Stiftung des Clubs existiert seit sieben Jahren und hat Projekte, Initiativen und Vereine wie Wir in Atter, den Förderverein des Kinderhospitals oder Oskars Freunde vom Kinder- und Jugendtheater unterstützt.

Auch die Osnabrücke e. V. hat gemeinnützige Projekte in der Hasestadt finanziell unterstützt, indem sie zum Beispiel jährlich ein Oktoberfest veranstaltet hat. Das gibt es in diesem Jahr nicht. Stattdessen feiert die Osnabrücke am 25. August ein Sommerfest an der Skatehalle. Deren 1. Vorsitzender Jan Eisenblätter sagte, der komplette Reinerlös komme der Halle zugute. Er visiert 4000 Euro an.

1500 Euro will das Ingenieur-Büro Dälken mit Sitz in Georgsmarienhütte spenden. „Es ist wichtig, gerade bei Kürzungen im sozialen Bereich, die Subkultur für Jugendliche in Osnabrück zu sichern. Die Skatehalle ist ein offener Treffpunkt, wo letztlich auch soziale Arbeit geleistet wird“, sagt Bernd Dälken. Er lässt durchblicken, dass sein Unternehmen, das auch die Bürgerstiftung und die Skulpturen-Galerie an der Bierstraße unterstützt, der Skatehalle auch in Zukunft finanziell unter die Arme greifen will. Dälken wünscht sich, dass sich Sprayer sein Firmenlogo vornehmen und kreativ an einer Wand der Skatehalle umsetzen sollen.

Mit den Spenden wären die Finanzierung des Baus der Strom- und Wasserleitungen und die Grundexistenz der Skatehalle gesichert. Durch ein Crowdfunding-Projekt der Stadtwerke erhält sie wahrscheinlich 3000 Euro, beim von der MTL Event & Booking Agentur organisterten Benefiz Summer Opening am 5. Mai kamen etwa 3600 Euro zusammen und mit den 5000 Euro des Osnabrücker Clubs sowie den Erlösen des Osnabrücke-Sommerfest und den 1500 Euro von Dälken liegen ungefähr 17100 Euro im Pott. Das ist ein Anfang.


Am 23. Mai wird die Skatehalle Thema im Jugendhilfeausschuss sein. Dort soll dann über weitere Möglichkeiten der Unterstützung gesprochen werden. Die ist nötig, da an der alten Fabrikhalle erheblicher Sanierungsbedarf besteht.