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Busemann beim offenen Vollzug Freigänger bleiben in Osnabrück

Von Christian Hardinghaus

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Gute Nachrichten aus dem Ministerium: Edelgard Baller und Heinz Albers vom offenen Vollzug, der FDP-Landtagsabgeordnete Roland Ziehlke, Justizminister Bernd Busemann und die CDU-Landtagsabgeordnete Anette Meyer zu Strohen (von links) beim Besuch im Freigängerhaus an der Schinkelstraße. Foto: Michael HehmannGute Nachrichten aus dem Ministerium: Edelgard Baller und Heinz Albers vom offenen Vollzug, der FDP-Landtagsabgeordnete Roland Ziehlke, Justizminister Bernd Busemann und die CDU-Landtagsabgeordnete Anette Meyer zu Strohen (von links) beim Besuch im Freigängerhaus an der Schinkelstraße. Foto: Michael Hehmann

chh Osnabrück. Die Osnabrücker Freigängerabteilung der Justizvollzugsanstalt (JVA) Lingen bleibt der Stadt erhalten. Diese Botschaft überbrachte der niedersächsische Justizminister Bernd Busemann bei einem Besuch der Einrichtung im offenen Vollzug an der Schinkelstraße.

Als Roland Schauer, Leiter der JVA Lingen, am Montag an der Schinkelstraße noch einmal die Notwendigkeit der Erhaltung des offenen Vollzuges in Osnabrück betonte, waren die Blicke der sämtlich erschienenen Angestellten angespannt. Seit einigen Jahren stand die Abteilung, deren 33 Haftplätze immer voll belegt sind, auf der Streichliste des niedersächsischen Vollzugsplanes.

Doch Busemann ließ die Wartenden nicht lange im Ungewissen. „Es gibt Entwarnung“, sagte er. „Der offene Vollzug bleibt als Abteilung der JVA Lingen in Osnabrück bestehen.“ Noch unter Beifall erklärte der Justizminister die Gründe für seine Entscheidung: „Am baulichen und gestalterischen Zustand ist hier absolut nichts zu bemängeln. Der Einsatz der Mitarbeiter ist vorbildlich.“

Ausschlaggebend für den Entschluss des Landes sei auch die gute Integration des offenen Vollzuges in der Stadt Osnabrück gewesen. Das hätten ihm Lokalpolitiker und seine bisherigen Besuche immer wieder verdeutlichen können, sagte der Minister weiter. Die Männer an der Schinkelstraße verbüßen Haftstrafen zwischen ein und zwei Jahren. Außer Erststraftätern werden zur Entlassungsvorbereitung auch Häftlinge aus der Hauptanstalt Lingen nach Osnabrück verlegt.

Ein wichtiger Bestandteil der Unterbringungsform des offenen Vollzuges ist ein geregelter Arbeitsplatz außerhalb der Haftanstalt. „Die meisten Männer kommen aus dem Osnabrücker Raum, haben oder finden hier Arbeit“, sagte Schauer und bedankte sich beim Justizminister für dessen Einsicht. Die Nähe zu ihren Familien erleichtere den Häftlingen die Neuorientierung in der Gesellschaft.

Busemann lobte über den offenen Vollzug hinaus die Stadt Osnabrück, die mit Amtsgericht, Landgericht, Staatsanwaltschaft, Arbeits- und Sozialgerichtsbarkeit als Justizzentrum sehr gut funktioniere.


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